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Lesungen erinnern an die Bücherverbrennung von 1933

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erstellt am 10.Mai.2013 | 01:14 Uhr

Hamburg | Zum 80. Jahrestag erinnern zahlreiche Menschen mit öffentlichen Lesungen auf Hamburger Plätzen an die Bücherverbrennung durch die Nationalsozialisten im Mai 1933. "Wir sind uns der historischen Verantwortung bewusst. Unsere Aufgabe muss es sein, dass so etwas nicht wieder geschieht", sagte Moritz Krauß vom Allgemeinen Studierendenausschuss (Asta), der die Lesungen zusammen mit dem Arbeitskreis "Bücherverbrennung - nie wieder!" organisiert. Eröffnet wurden die Gedenkveranstaltungen gestern mit einer Dauerlesung auf dem Uni-Campus; unter anderen werden Prominente wie Harry Rowohlt, Klaus Robra und Wolfgang Rose erwartet. Weitere Lesungen fanden am Gänsemarkt, Rathausmarkt und am Carl-von-Ossietzky-Platz statt.

Im Mai 1933 hatten Studenten- und Burschenschaften Bücher und Schriften in mehreren Universitätsstädten verbrannt. Die Deutsche Studentenschaft hatte zu einer "Aktion wider den undeutschen Geist" aufgerufen. Dabei wurden Werke unter anderen von Karl Marx, Heinrich Heine, Bertolt Brecht, Kurt Tucholsky und Erich Kästner verbrannt. Unter dem Titel "Wo man Bücher verbrennt ..." erinnert eine Ausstellung im Lichthof der Universitätsbibliothek an verfolgte Hamburger Schriftsteller.

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