Herzogtum-Lauenburg : Leitender Polizeibeamter wegen Kinderpornos verurteilt

Gegen den Beamten laufen disziplinarische Ermittlungen, das Landespolizeiamt prüft seine Versetzung.
Gegen den Beamten laufen disziplinarische Ermittlungen, das Landespolizeiamt prüft seine Versetzung.

Wegen des Besitzes von Kinderpornografie ist ein leitender Polizeibeamter im Kreis Herzogtum Lauenburg zu einer Geldstrafe von 9000 Euro verurteilt worden.

shz.de von
30. September 2013, 12:09 Uhr

Der Beamte hatte gestanden, im Dezember 2012 und im Januar 2013 insgesamt 230 Bilder von Kinderpornoseiten im Internet heruntergeladen zu haben. Das Amtsgericht Reinbek habe wegen der Taten bereits im August einen Strafbefehl von 90 Tagessätzen zu je 100 Euro erlassen, sagte der Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Lübeck, Günter Möller, am Montag.

Weil der Angeklagte den Strafbefehl akzeptiert hat, gab es keine öffentliche Hauptverhandlung. Das stelle aber keine Sonderbehandlung dar, sondern sei ein gängiges Instrument der Strafprozessordnung, um Verfahren unkompliziert abzuschließen, sagte Möller. Voraussetzung sei, dass der Angeklagte geständig sei und das Strafmaß ein Jahr Haftstrafe oder 360 Tagessätze bei Geldstrafe nicht überschreite. Der Beamte dürfe im Polizeidienst bleiben, habe aber laut einem Medienbericht seinen Leitungsposten verloren. Außerdem laufen gegen ihn disziplinarische Ermittlungen, das Landespolizeiamt prüft seine Versetzung.

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