Lebensretter wollen Zahl der Badetoten auf 260 senken

 Besonders Senioren überschätzen oft ihre Kräfte. Foto: Angelika Warmuth/Archiv
Besonders Senioren überschätzen oft ihre Kräfte. Foto: Angelika Warmuth/Archiv

Hamburg (dpa/lno) - Mit Schwimmkursen und Prävention will die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) die Zahl der Badetoten bis 2020 auf 260 senken. Weil allerdings zahlreiche Schwimmbäder vor dem Aus stünden, sei das ein schweres Ziel, sagte DLRG-Präsident Klaus Wilkens am Donnerstag in Hamburg. In den vergangenen fünf Jahren wurden nach seinen Angaben 285 Bäder geschlossen, weitere 452 sind akut von der Schließung bedroht.

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30. Mai 2013, 01:22 Uhr

Hamburg (dpa/lno) - Mit Schwimmkursen und Prävention will die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) die Zahl der Badetoten bis 2020 auf 260 senken. Weil allerdings zahlreiche Schwimmbäder vor dem Aus stünden, sei das ein schweres Ziel, sagte DLRG-Präsident Klaus Wilkens am Donnerstag in Hamburg. In den vergangenen fünf Jahren wurden nach seinen Angaben 285 Bäder geschlossen, weitere 452 sind akut von der Schließung bedroht.

Im vergangenen Jahr waren in Deutschland 383 Menschen ertrunken - so wenige wie noch nie. Mehr als die Hälfte der Opfer war über 50 Jahre alt. «Die Älteren, die Senioren, sind unsere Sorgenkinder», betonte Wilkens. Sie seien häufig leichtsinnig und überschätzten ihre Kräfte. 2012 retteten die ehrenamtlichen DLRG- Mitarbeiter 411 Menschen vor dem Ertrinken. Die Organisation wird in diesem Jahr 100 Jahre alt.

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