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Landtag einig: Gabriels Energie-Pläne „unsinnig“

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Konsens im Landtag: Koalition wie Opposition kritisieren die Pläne von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) zur Energiewende als ökonomisch unsinnig. Auch Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) erneuerte seine Kritik an der von Gabriel geplanten Deckelung der Windenergie-Gewinnung an Land. Ein verlangsamter Ausbau berge die Gefahr einer Rückkehr zur Atomenergie, sagte Albig im Landtag.

Albigs Rechnung: Bis 2022 müssen 100 Terabyte Atomstrom ersetzt werden. Werde die Windkraft ausgebremst, fehlten der Bundesrepublik bis dahin 20 Terabyte. Folge könne sein, dass die Europäische Union wegen der Klimaziele wieder auf Kernenergie pochen werde. Damit sei der Erfolg der Energiewende in Deutschland in Gefahr.

CDU-Fraktionschef Johannes Callsen forderte Albig auf, den Netzausbau voranzutreiben. Die Förderung kostengünstig geförderten Stroms lohne nur, wenn er auch abtransportiert werden könne, sagte Callsen. SPD-Fraktionschef Ralf Stegner sagte, die Energiewende funktioniere da am besten, wo der Wind am meisten bläst.

Gabriels Pläne laufen darauf hinaus, das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zu ändern. Subventionen für die Ökostrom-Branche sollen gekürzt und dadurch der Strompreis gesenkt werden. Dazu soll unter anderem die Förderung für windintensive Standorte gekappt werden. Für windstarke Standorte bedeutet das eine Kürzung von bis zu 20 Prozent.

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erstellt am 23.Jan.2014 | 00:31 Uhr

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