Landluft

Nase zu und durch: Mit dem Aufdruck des Comic-Hundes Snoopy auf seinem Flüssigdungstreuer erzeugt  ein Landwirt bei Haselund in Nordfriesland ein versöhnliches Lächeln.
Nase zu und durch: Mit dem Aufdruck des Comic-Hundes Snoopy auf seinem Flüssigdungstreuer erzeugt ein Landwirt bei Haselund in Nordfriesland ein versöhnliches Lächeln.

shz.de von
06. Februar 2014, 00:34 Uhr

Schleswig-Holstein gestern: Fünf Grad Celsius, Sonnenschein – und echte Landluft. Anders als im vergangenen Winter spielt das Wetter in diesem Jahr den Landwirten im Norden in die Hände. Pünktlich mit dem Ende der Sperrfrist für das Ausbringen von Gülle vor sechs Tagen sind die Temperaturen deutlich ins Plus gedreht. „Flüssigdungstreuer“ – so heißen die Güllewagen – sind auf einen Schlag landesweit im Norden zu sehen. Auch wenn der Boden nachts stellenweise noch einmal gefriert – „die Landwirte dürfen das“, sagt Janina Philipp, Büroleiterin des Naturschutzbundes Schleswig-Holstein. Sobald absehbar sei, dass der Boden bis in fünf Zentimeter Tiefe antaut, dürfe Gülle ausgebracht werden. Allerdings: „Diese Regelung allein zählt nicht“, sagt Bauernverbandssprecher Klaus Dahmke. „Der Landwirt muss sich immer noch vom Gelände vor Ort ein eigenes Bild machen.“ Bedingung sei auch, dass der Boden nicht überschwemmt oder wassergesättigt ist und somit den verteilten Flüssigmist aufnehmen kann. Die kalte Witterung habe aber auch Vorteile, sagt Dahmke weiter. „Es gibt weniger Verdunstung – und die Geruchsemissionen sind geringer.“ Dies dürfte sich ein Landwirt im nordfriesischen Haselund gedacht haben (Foto). Mit dem aufgemalten Comic-Hund Snoopy auf seinem Flüssigdungstreuer erzeugt er beim Betrachter statt Naserümpfen eher ein versöhnliches Lächeln.

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