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Land und Diakonie fördern Begleitservice der Bahnhofsmission

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

shz.de von
erstellt am 14.Apr.2014 | 17:20 Uhr

Die Kielerin, die mit ihrem dementen Ehemann noch einmal Urlaub auf Sylt machen möchte oder das Schleswiger Heimkind, das alle 14 Tage zu den Eltern nach Hamburg will – in beiden Fallen hilft die „Bahnhofsmission Mobil“ mit ihrem Begleitservice. 13 ehrenamtliche und geschulte Mitarbeiter unterstützen die Reisenden nicht nur wie gewohnt am Bahnsteig, sondern begleiten sie während der gesamten Zugfahrt in Schleswig-Holstein. Das Angebot richtet sich an alle, die sich eine Reise mit der Bahn alleine nicht zutrauen: Alleinreisende Scheidungskinder, Senioren, die lange nicht mehr Zug gefahren sind, Menschen, die nicht gut zu Fuß sind. „Wir nehmen sie am Startbahnhof in Empfang, unterstützen sie unterwegs und sorgen dafür, dass sie sicher ankommen“, erklärte gestern Heinrich Deicke, Geschäftsführer der Diakonie Altholstein, die das Projekt landesweit betreut. In den vergangenen drei Jahren haben rund 600 Personen diese kostenlose Hilfe in Anspruch genommen, „gut die Hälfte davon waren Kinder und Jugendliche“.

Weil es der Landesregierung wichtig ist, dass möglichst viele Menschen Zugang zum Nahverkehr haben und es für Jung und Alt keinen Grund geben sollte, zu Hause zu bleiben, unterstützt sie das Projekt. Der Staatssekretär im Verkehrsministerium Frank Nägele erklärte, durch die finanzielle Beteiligung von 20 000 Euro pro Jahr solle der Begleitservice langfristig gesichert werden. Kooperationspartner sind in diesem Fall die landeseigene Verkehrsservicegesellschaft und die Diakonie. Mit dem Geld und weiteren 7500 Euro aus Diakonie-Mitteln wird einen Halbtagskraft finanziert, die den Einsatz der ehrenamtlichen Begleiter koordiniert. Jeder der nicht in der Lage ist, ohne Begleitung Zug zu fahren, kann den Service in Anspruch nehmen.


> Infos unter nah.sh und im Faltblatt, das in  den zehn Bahnhofsmissionen im Norden  ausliegt.

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