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Küstenkoalition plant Vorkaufsrecht für Naturflächen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Küstenkoalition will den Naturschutz deutlich stärken. Ein Eckpunktepapier dazu werde im Mai vorliegen, bestätigten Koalitionskreise gestern in Kiel. Danach soll dem Land unter anderem wieder ein Vorkaufsrecht für „besonders wertvolle Flächen“ eingeräumt werden. Zudem will die Koalition den Grünlandschutz verbessern. Kritik kommt vom Bauernverband.

Die Pläne waren von SPD, Grünen und SSW im Koalitionsvertrag fest verabredet worden. Danach sollen 15 Prozent der Landesfläche als Vorrangflächen für Naturschutz ausgewiesen werden. Derzeit liegt die Marke bei 13,2 Prozent; dazu gehören vor allem die EU-Schutzgebiete.

Der Generalsekretär des Bauernverbandes, Stephan Gersteuer, kritisierte die Wiedereinführung des von der Vorgängerkoalition gestrichenen Vorkaufsrechts für das Land als Eingriff in Eigentumsrechte. Gersteuer nannte es problematisch, dass Flächen so aus der Produktion herausgekauft würden.

Zu den Plänen der Koalition gehören weiter die Sicherung wertvollen Dauergrünlands für den Biotopschutz und ein Umbruchverbot auf Moorstandorten. „Naturschutz ist die Voraussetzung dafür, dass wir unser Land nicht nur als Produktionsstandort wahrnehmen, sondern auch als Lebensraum, der Freiheit erfahrbar macht“, sagte Umweltminister Robert Habeck (Grüne). Im Sommer 2015 soll die Gesetzesnovelle verabschiedet sein.

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erstellt am 28.Feb.2014 | 12:39 Uhr

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