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Personalmangel bei Polizei : Kontroverse um "Blitz-Marathon" in SH

vom

Die Gewerkschaft der Polizei hat die Beteiligung Schleswig-Holsteins am sogenannten Blitz-Marathon mit Geschwindigkeitskontrollen im ganzen Land kritisiert.

shz.de von
erstellt am 09.Okt.2013 | 12:49 Uhr

Kiel | Die Aktion an diesem Donnerstag komme zu einem Zeitpunkt, an dem die Landespolizei durch Personalabbau und zusätzliche Aufgaben schon mehr als belastet sei, sagte GdP-Landesvize Manfred Börner.

Das Innenministerium hielt am Mittwoch dagegen, Personalabbau werde erst ab 2018 wirksam. Der „Blitz-Marathon“ trage dazu bei, die Verkehrssicherheit als eine Kernaufgabe der Polizei zu erhöhen. „Wir halten ihn für sinnvoll, notwendig und leistbar“, sagte Innenminister Andreas Breitner (SPD).

Die GdP forderte vom Minister mehr Rücksicht auf die Belastungen der Polizei, die es zum Beispiel mit der Vollsperrung der Rader Hochbrücke für den Schwerlastverkehr gebe. Aktionen wie der „Blitzmarathon“ bedeuteten noch mehr zusätzliche Arbeit und Vakanzen an anderen Stellen.

Am Donnerstag wird es im Norden an insgesamt 121 Stellen Kontrollen geben. Gemessen wird vor allem an Unfallschwerpunkten sowie an Kindergärten, Schulen und Altenheimen. Der von der GdP angesprochene Personalabbau soll nach dem Willen der Regierung darauf hinauslaufen, dass die Landespolizei im Jahr 2020 von derzeit rund 8000 Beschäftigen 122 weniger haben wird als heute.

 

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