Koalitionsfraktionen wollen Einwanderer-Quote in der Verwaltung

 Torsten Albig sieht weiteren Handlungsbedarf. Foto: Carsten Rehder
Torsten Albig sieht weiteren Handlungsbedarf. Foto: Carsten Rehder

Kiel (dpa/lno) - Im öffentlichen Dienst in Schleswig-Holstein sollen künftig nach dem Willen der Koalitionsfraktionen mehr Menschen mit ausländischen Wurzeln arbeiten.

shz.de von
30. Mai 2013, 12:23 Uhr

Kiel (dpa/lno) - Im öffentlichen Dienst in Schleswig-Holstein sollen künftig nach dem Willen der Koalitionsfraktionen mehr Menschen mit ausländischen Wurzeln arbeiten. Mit den Stimmen von SPD, Grünen, SSW und Piraten forderte der Landtag die Regierung auf, ein Konzept dafür zu entwickeln. «Ziel ist, dass die Ausbildungs- und Beschäftigungsquote im öffentlichen Dienst den Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund abbildet», heißt es in dem Antrag.

13 Prozent der Bewohner im Land hätten einen internationalen Hintergrund, sagte Ministerpräsident Torsten Albig (SPD). Es sei nicht annähernd gelungen, Menschen in gleichen Teilen in die Verwaltung zu holen. Es gebe jedoch keinen strukturellen Rassismus.

Die SPD-Abgeordnete Serpil Midyatli sagte: «Wir wollen nicht nur über Integration reden oder Gipfel abhalten, um hinterher festzustellen, Piep, Piep, Piep, wir haben uns alle lieb.» Grünen-Fraktionschefin Eka von Kalben sagte: «Wir wollen den abstrakten Begriff Willkommenskultur mit Leben füllen und fangen damit in unserer Verwaltung an.»

CDU und FDP wollen einen Bericht von Innenminister Andreas Breitner (SPD) abwarten, der Auskunft über die Umsetzung eines noch von der schwarz-gelben Vorgängerregierung auf den Weg gebrachten Aktionsplan geben soll. Im Ziel bestehe aber Einigkeit, sagte die CDU-Abgeordnete Astrid Damerow. FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki mahnte, vor weiteren Schritten zunächst den Bericht Breitners abzuwarten. Ein großes Problem sei die Sprachbarriere.

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