Kirche will sich stärker um Kinder kümmern

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02. Januar 2013, 01:14 Uhr

Schleswig | Nach den Worten des Schleswiger Bischofsbevollmächtigten Gothart Magaard sollte sich die Kirche im kommenden Jahr 2013 bemühen, die Lebensverhältnisse der Kinder und ihrer Familien zu verbessern. Er persönlich wolle sich dafür einsetzen, dass Familien durch Beratung und Bildungsangebote der Kirche Hilfe erhalten, um Wege aus der Armut zu finden, sagte Magaard in seiner Neujahrsbotschaft. Er wünsche sich auch mehr Aufmerksamkeit für die Flüchtlinge. "Sie brauchen unseren praktischen Beistand und unser Gebet."

Der Klimaschutz werde ein wichtiges Thema bleiben, und jeder müsse im eigenen Leben mit Veränderungen beginnen. Die Gesellschaft müsse wieder zu einem menschenfreundlichen Lebensrhythmus finden, mahnte Magaard. Die Flexibilisierung der Arbeitszeit habe zu einer neuen "Individualitätskultur" geführt. "Sie eröffnet neue Möglichkeiten und erschwert zugleich das Zusammenleben." Es gebe immer weniger Gelegenheiten, gemeinsame Zeit miteinander zu verbringen. Ein freier Sonntag biete die Möglichkeit, einander in Ruhe zu begegnen. Die müsse gleichermaßen für Mini-Jobber, Managerinnen, Politiker und Verkäuferinnen gelten.

Magaard erinnerte an die Jahreslosung 2013, in der es heißt: "Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir." Dies seien ermutigende Worte in Zeiten des Wandels. "Wir können uns selbst Veränderungen zutrauen." Notwendig seien neue Wege für eine gerechtere und friedvolle Welt. Dabei gehe es nicht darum, dass Christen immer wissen, "wo es langgeht". Entscheidend sei, sich gemeinsam mit anderen Menschen auf den Weg zu machen und nach Lösungen zu suchen.

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