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Kiel muss den Druck auf Berlin erhöhen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

shz.de von
erstellt am 11.Apr.2014 | 15:06 Uhr

Die Rader Hochbrücke soll noch 12 bis 15 Jahre halten, vielleicht vergehen aber auch nur acht Jahre, bis die Pfeiler ins Wasser stürzen. Man weiß es nicht genau. Der Rendsburger Eisenbahnhochbrücke werden noch 30 Jahre gegeben, es kann aber durchaus sein, dass nach 20 Jahren Schluss ist. Man weiß es nicht genau. Und die Ost-West-Autobahn A20 scheitert ganz und gar an einer notwendigen Elbquerung. So ist es, so darf es aber nicht bleiben. Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Reinhard Meyer hält an seinem Tunnel-Plan fest, der die Rader Hochbrücke und die Eisenbahnbrücke in einem Bauwerk unter dem Nord-Ostsee-Kanal ersetzen soll. Obwohl der SPD-Politiker dafür erst vor wenigen Tagen vom Bundesverkehrsministerium in Berlin abgewatscht wurde, fällt er nicht um. Meyer versucht, Regierung und Opposition in Kiel auf Kurs zu bringen. Wenn jetzt der CDU-Landtagsabgeordnete Hans-Jörn Arp von einer „Koalition der Verkehrsvernunft“ spricht, weiß er, dass die früheren CDU- Landesregierungen sehr wohl mitverantwortlich sind für dieses Desaster auf Straßen und Brücken. Es ist schon traurig genug, dass der Bund auf Zeit spielt und nicht von sich aus Zukunftsprojekte anschiebt. Insofern sollte Schleswig-Holstein den Druck auf Berlin weiter erhöhen. Über die Parteigrenzen hinweg. Meyers Weg ist richtig.

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