Kalte Dusche bei neun Grad

Eine kalte Dusche ist gewöhnungsbedürftig.Kuhr
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Eine kalte Dusche ist gewöhnungsbedürftig.Kuhr

Avatar_shz von
17. Januar 2013, 01:14 Uhr

Eutin | Zitternd stehe ich nackt bis auf eine Badehose in der Duschkabine - im Bad zeigt das Thermometer neun Grad. Gleich steht mir meine erste kalte Dusche während des Selbstversuches bevor. Entspannend ist das Duschen wirklich nicht. Ganz so schlimm wie erwartet ist es aber auch nicht, schließlich ist das Wasser immerhin minimal wärmer als die Luft. Schon an meinem zweiten Tag ohne Strom spüre ich, wie die gewohnte Lebensqualität sinkt: Abends, wenn ich von der Arbeit zurückkehre, möchte ich mich am liebsten vor den Fernseher setzen. Stattdessen muss ich mir in der unbeheizten Wohnung eine Jacke anziehen, zünde mir drei Kerzen an und lese ein Buch. Das kostet Überwindung, da ich dem Gehirn vor dem Fernseher lieber eine Auszeit gönnen würde.

Lesen bei Kerzenschein mag zwar romantisch klingen, ist tatsächlich aber äußerst anstrengend für die Augen. Das Kerzenlicht ist kein adäquater Ersatz für elektrisches Licht. Und so kommt es, dass ich nur 15 Seiten lese und mich danach müde ins Bett lege. An Schlafen ist aber zunächst nicht zu denken, im Bett ist es viel zu kalt. Zusammengekauert zittert sich mein Körper einige Minuten lang warm. Erst dann kann ich einschlafen.

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