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Hausbrand Schmalfeld : Kälte macht Löscheinsatz zur Tortur

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Die Schläuche bretthart, die Ventile eingefroren - und eisige Gischt vom Löschwasser im Gesicht: Bei -14 Grad hat die Feuerwehr ein brennendes Haus in Schmalfeld (Kreis Segeberg) gelöscht.

Schmalfeld | Feuerwehrleute müssen im Einsatz einen kühlen Kopf behalten - das ist soweit nichts Neues. Wenn Einsatzkräfte aber über Stunden vom Scheitel bis zur Sohle Kühlhaus-Temperaturen ausgesetzt und von gefrierendem Löschwassernebel mit einer Eisschicht bedeckt werden, ist das eher hinderlich. Passiert ist genau das in Schmalfeld (Kreis Segeberg), wo in am Samstagmorgen gegen 7 Uhr ein Einfamilienhaus komplett ausbrannte.

Vier Feuerwehren mit zusammen rund 60 Mann waren zwar schnell zur Stelle, mussten aber feststellen, dass das Gebäude schon komplett in Flammen stand und es nicht mehr viel zu retten gab. Die beiden Bewohner des Hauses hatten dies vor Ankunft der Feuerwehr selbstständig verlassen können. Die Frau wurde mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus verbracht.

So groß die Erleichterung bei den Feuerwehrleuten darüber war, dass keine Menschenleben mehr in Gefahr waren, so beschwerlich wurden dann die Löscharbeiten bei Minustemperaturen zwischen -12 und -14 Grad. Ventile und Schlauchkupplungen froren ein, Schläuche wurden bretthart und Wassernebel gefror auf Helmen, Visieren und Schutzkleidung. Die Wehrleute arbeiteten dick vermummt und mit Sturmhauben, die nur einen kleinen Sehschlitz frei ließen. Keiner der Beteiligten konnte sich erinnern, jemals einer vergleichbaren Situation ausgesetzt gewesen zu sein. Einsatzleiter Michael Flessau war mit dem Verlauf des Einsatzes aber zufrieden. „Das Zusammenspiel der eingesetzten Wehren hat super geklappt. Auch die Wasserversorgung aus der benachbarten Schmalfelder Au war schnell aufgebaut.“ Das Haus war allerdings nicht mehr zu retten. Die beiden Bewohner ziehen zunächst zu Verwandten, die in der Nähe wohnen. Zur Ursache des Feuers und zur genauen Schadenshöhe konnte die Feuerwehr keine Angaben machen.

 

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erstellt am 25.Jan.2014 | 16:47 Uhr

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