Jetzt geht die Zeitung in die Luft

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25. Dezember 2012, 01:14 Uhr

Flensburg | Seit einigen Jahren sind immer wieder Luftschiffe zu sehen, die äußerlich dem Zeppelin ähneln, in Wirklichkeit aber Heißluft-Luft-Schiffe sind. Eigentlich sind es Ballons, die mit einem Motorantrieb versehen sind. Für hinreichenden Auftrieb wird auch hier Luft genutzt, die mit einem Brenner erwärmt wird. Für den Antrieb stehen kleinere Benzinmotoren zur Verfügung, die sich in vielen anderen Luftfahrzeugen schon bewährt haben.

Im Vergleich zu den Heißluftballons kommt es durch den Fahrtwind zum Problem der Hüllenverformung. Auch die Abkehr von der eigentlich optimalen Form einer Kugel hin zu einem zigarrenförmigen Rumpf bringt nur einen geringen Zuwachs an Stabilität. Dadurch ist die Fluggeschwindigkeit stark eingeschränkt. Bei den modernsten Heißluft-Luftschiffen versucht man, dieses Problem durch Überdruck zu lösen, wobei dieser Überdruck natürlich einen Zuwachs an Luftgewicht mit sich bringt, der durch höhere Temperaturen ausgeglichen werden muss.

Gelingt es ihnen, aus der Weihnachtsausgabe Ihrer Tageszeitung ein Heißluft-Luftschiff zu bauen?

Die Aufgabe: Der Wettbewerb richtet sich diesmal an drei Gruppen in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen.

Kindergruppe: Baut aus Zeitungspapier ein schönes Luftschiff, dass ihr auch fantasievoll schmücken könnt!

Ballongruppe: Bauen Sie aus der Weihnachtsausgabe Ihrer Zeitung einen flugfähigen Heißluftballon.

Luftschiffgruppe: Bauen Sie aus der Weihnachtsausgabe Ihrer Zeitung ein Heißluft-Luftschiff mit Motorantrieb. Jeder Art von Antrieb ist zugelassen, gleichgültig ob es sich um einen Gummimotor, einen Elektromotor oder andere Antriebsmechanismen handelt - solange das Fluggerät wirklich frei fliegt!

Achtung: Schon wegen der Feuergefahr dürfen keine offenen Flammen als Heißluftquelle eingesetzt werden. Vielmehr stehen an den Wettbewerbstagen im Science Center Phänomenta zwei Heißluft-Pistolen mit jeweils 2000 Watt Leistung zur Verfügung. Die beiden heißen Zonen befinden sich etwa 30 Zentimeter über dem Bodenniveau und haben einen Abstand von zwölf Zentimeter. Ihr Durchmesser beträgt jeweils etwa sechs Zentimeter. Sie sollten einen Lufteintritt von wenigstens 60 Zentimeter Durchmesser vorsehen, andernfalls ist die Brandgefahr zu groß.

Der Wettbewerb:

Als Flugtage sind der 12. und 13. Januar vorgesehen. Melden Sie sich gern per E-Mail bei Wolfgang Muth unter muth@phaenomenta.com an. Kommen Sie zu den Öffnungszeiten von 11 bis 18 Uhr in die Phänomenta, Norderstraße 157-163, unmittelbar am Nordertor in Flensburg. Sie füllen dort eine Anmeldekarte aus, bekommen eine Teilnehmernummer und haben die Gelegenheit, ihr Gerät zu starten. Bis zu zehn Minuten steht Ihnen das Heißluftgerät zur Verfügung. Wir kontrollieren die Lufttemperatur und messen nach dem Start die Flughöhe, die Flugzeit und die Flugweite. Der gesamte Flug wird aufgezeichnet. Etwa eine Woche lang können Besucher die Wettbewerbsergebnisse begutachten, in dieser Zeit stellt die Jury die Sieger fest.

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