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Jeder zehnte Schleswig-Holsteiner empfängt Sozialhilfe

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

margret kiosz von
erstellt am 21.Jan.2014 | 14:09 Uhr

Obwohl die Wirtschaft recht gut läuft und es immer mehr sozialversichungspflichtige Jobs gibt, ist die Zahl der Sozialhilfe-Empfänger in Schleswig-Holstein kaum rückläufig. Wie das Statistische Landesamt gestern mitteilte, bezogen am 1. Januar 2013 insgesamt 263 900 Nordlichter Hartz IV, Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung, Sozialhilfe oder Regelleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz.

Landesweit war demnach fast jedes fünfte Kind auf staatliche Unterstützung angewiesen. In den kreisfreien Städten lebte sogar rund ein Drittel aller Kinder dieser Altersgruppe in Haushalten, die staatliche Hilfe erhielten. In Neumünster war die Quote mit 33 Prozent am höchsten , gefolgt von Kiel und Lübeck mit jeweils 31 Prozent und in Flensburg mit 30 Prozent. In den Kreisen waren mit Ausnahme von Dithmarschen und Steinburg die Anteile der auf Unterstützung angewiesenen Kinder geringer als im Landesdurchschnitt. Die mit Abstand geringste Hilfequote wies mit zehn Prozent der Kreis Stormarn auf.

Demgegenüber bezogen nur drei Prozent aller Senioren im Alter von 65 und mehr Jahren eine staatliche Hilfeleistung (siehe Tabelle). Auch bei dieser Altersgruppe zeigte sich ein Stadt-Land-Gefälle, wenngleich die Unterschiede zwischen den Kreisen weniger stark ausgeprägt waren.

Auch altersübergreifend gab es deutliche Unterschiede zwischen den kreisfreien Städten und den Kreisen. Am höchsten war der Anteil aller auf staatliche Unterstützung angewiesenen Personen wiederum in den Ballungsgebieten .

Im Vergleich zum Vorjahr blieb in Schleswig-Holstein der Anteil der Hilfebedürftigen nahezu konstant. Während sich die Zahl der Hartz IV-Empfänger um 2900 oder 1,3 Prozent verminderte, errechnet sich für die anderen Sozialleistungen eine Zunahme um knapp 3000 Unterstützte (plus 6,8 Prozent).

Einem leichten Rückgang von knapp einem Prozent bei den Kindern bis unter sieben Jahren stand ein Anstieg bei den über 64-Jährigen von sechs Prozent gegenüber. Eine ähnlich gegensätzliche Entwicklung war auch in vielen Kreisen zu beobachten.

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