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„Ich empfinde die Lieder als Balsam für die Seele“

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Es gibt Hunderte von weltlichen und geistlichen Weihnachtsliedern. Bei wie vielen können Sie die Melodie mitsummen oder kennen die erste Strophe?
Mitsummen sicher 30 + x, mitsingen wohl 20 + x.

Welches Lied wurde in der Advents- und Weihnachtszeit besonders oft bei Ihnen zu Hause gesungen?
Mit unseren Kindern haben wir häufig vor dem Essen „Wir sagen euch an, die lieben Advent, seht die 1. Kerze brennt...“ gesungen, in jeder Adventswoche mit neuem Text.

Wo und wann wurde gesungen – und wer sang immer am lautesten oder traf den Ton nicht?
Es gab und gibt viele Anlässe, Zuhause und in Gottesdiensten, in Chören, in denen ich gesungen habe, früher auch im Posaunenchor. Unser Hund Vigo stimmt bei Klavier oder Trompete gern mit ein und sorgt für besondere Heiterkeit.
Die Liste der deutschen Weihnachtslieder geht von A wie „Alle Jahre wieder“ bis Z wie „Zu Bethlehem geboren“. Welches Lied ist Ihr Favorit – und warum?
Es gibt viele schöne Adventslieder, Favorit im der Adventszeit: Paul Gerhardts „Wie soll ich dich empfangen...“. Und Weihnachten: „Oh du fröhliche“ mit Zimbelstern und Orgel.

Singen oder musizieren Sie auch selbst– und wenn ja: Wo und welche Lieder?
In vielen Gottesdiensten mit großer Freude, Zuhause besonders am Heiligen Abend. Als unsere Kinder klein waren, haben wir dazu um den Christbaum getanzt. Ich habe immer mit Begeisterung in Chören gesungen, jetzt schaffe ich es nicht und muss darauf verzichten.

Wie wichtig sind für Sie Weihnachtslieder und vorweihnachtliche Konzerte in den Kirchen?
Ich empfinde die Lieder und das bis Weihnachten immer mehr wachsende Kerzenlicht als Balsam für die Seele. Ich hoffe sehr, dass ich dieses Jahr das Weihnachtsoratorium von J. S. Bach hören kann.

Haben Sie eine Lieblingsorgel/-kirche, wenn Weihnachtslieder erklingen? Oder reicht eine Weihnachts-CD?
Schwer zu entscheiden. Auf meinen Reisen durch das Land höre ich viele wunderbare Orgeln und Kirchenmusiker, die sie zum Klingen bringen. Das ist ein großer Schatz. Am vertrautesten ist mir meine Heimat- Orgel in der Stadtkirche in Preetz.


Was halten Sie von modernen Weihnachts-Popsongs wie „Jingle bells“ oder „Little drummer boy“?
Die höre ich auch mal gern, beim Abwasch zum Beispiel, und es gibt auch international tolle Interpretationen. Problematisch wird es, wenn sie zu oft gespielt werden...

Gibt es ein besonderes Erlebnis, das Sie mit Weihnachtsliedern verbinden?
In Schleswig erlebte ich als Jugendlicher die Krippenkurrende, bei der die Weihnachtsgeschichte gesungen wird. Dort hatte ich meine ersten kleinen Solopartien, als Wirt und einmal als Joseph.

Worauf freuen Sie sich mit Blick auf Weihnachten am meisten?
Wenn unsere Töchter aus Frankfurt, Göttingen und Rostock, unser Sohn und mein Vater am Heiligen Abend kommen. Wenn wir nach dem Gottesdienst zusammen essen, Krippe und Christbaum bestaunen, singen und musizieren – und von den Geschenken mindestens ein Spiel gleich ausprobiert wird.

Bischofsvertreter Gothart Magaard, in Schleswig aufgewachsen, lebt in Preetz. Er vertritt zur Zeit den Bischof im Sprengel Schleswig und Holstein der Evangelisch-lutherischen Kirche in Norddeutschland und ist der Beauftragte der Nordkirche beim Land Schleswig-Holstein.

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