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Himmelfahrt: Kein Alkoholverbot - aber scharfe Kontrollen

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erstellt am 08.Mai.2013 | 01:14 Uhr

Kiel/Neumünster | Im letzten Moment hat das Oberverwaltungsgericht in Schleswig 2012 die Alkoholverbote am Himmelfahrtstag in Timmendorfer Strand und Bad Segeberg gekippt. Viele Gemeinden verzichten angesichts der Entscheidungen in diesem Jahr von vornherein auf Verbote - und setzen auf Vernunft und Kontrollen.

Freie Bahn für Störenfriede soll es also nicht geben: "Im Interesse unserer vielen Besucher werden wir am Strand ganz genau hinsehen", warnt Bernd Friedrich vom Ordnungsamt in Timmendorfer Strand. Die Polizei wird verstärkt im Einsatz sein, wer schon deutlich angetrunken auf die Strandpromenade kommt, wird ausgefiltert und gleich wieder weggeschickt." Erstmals wird ein privater Sicherheitsdienst - sechs Mann stark - für Ordnung sorgen, und die Strandkorbwächter werden verschärft kontrollieren, ob die Kurtaxe bezahlt wird. Ein wahrer Großkampftag also - und genau so bezeichnet auch Matthias Arends, Sprecher der Polizeidirektion Kiel, den Vatertag: Die Kieler zieht es mit ihren Bollerwagen aufs Land. "Beliebt sind die Wanderwege am Ostufer der Kieler Förde, da wird dann gerempelt und geschubst, wenn die Gegenpartei nicht zuerst aus dem Weg geht."

Wie in Timmendorfer Strand setzt die Polizei am Einfelder See in Neumünster, wo nach heftiger Randale im Jahr 2010 zwei Jahre lang ein Alkoholverbot galt, auf Präsenz. Betrunkene Minderjährige werden nach Hause gebracht; wer randaliert, bekommt einen Platzverweis.

Auf kleinere Scharmützel mit Bollerwagen-Trupps stellt sich die Polizei trotzdem wieder in ganz Schleswig-Holstein ein - denn, so die Erfahrung von Polizeisprecher Matthias Arends: "An keinem anderen Tag eskalieren banale Situationen so schnell wie an Himmelfahrt".

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