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Adventskalender : Heute: Zehn Fakten zu Weihnachten im Norden

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Hammer-Bananen, tauchende Nikoläuse und Fische im Baum: Der Norden hat so seine eigene Art, das Weihnachtsfest zu feiern. shz.de hat zehn schräge und schöne Traditionen zusammengestellt.

shz.de von
erstellt am 19.12.2013 | 00:15 Uhr

1. Im Norden hat auch der Tag vor Heiligabend einen Namen.

Der 23. Dezember wird in Dänemark Lillejuleaften, also kleiner heiliger Abend genannt.

2. Der Nikolaus in Schleswig-Holstein kann tauchen.

Im Multimar Wattforum in Tönning füttert am 6. Dezember ein Taucher im Nikolausmantel die Fische im großen Aquarium.

3. Risalamande bringt Glück.

In Dänemark wird an Heiligabend gern zum Nachtisch Risalamande gegessen. Wer in seiner Portion des süßen Reisbreis eine Mandel findet, bekommt ein Extrageschenk.

4. In Kiel wird Weihnachten mit einer Hammer-Banane eingeläutet.

Die Weihnachtsvorlesung in der Anorganischen Chemie der Uni Kiel ist für alle Hörer offen. Es werden spannende Phänomene gezeigt – wie eine in flüssigem Stickstoff getauchte Banane, die so hart wird, dass man mit ihr Nägel einschlagen kann.

5. Lübeck ist Weihnachtshauptstadt im Norden.

Zum Kunsthandwerkermarkt ins Heilig-Geist-Hospital kommen jährlich etwa 50.000 Besucher.

6. Der nach eigenen Angaben geilste Weihnachtsmarkt ist aber in Hamburg.

Beim „Santa Pauli“-Markt an der Reeperbahn gibt es sogar ein Strip-Zelt.

7. Wer keine Tanne hat, macht sich den Weihnachtsbaum einfach selbst.

Da es auf den Inseln und Halligen früher scher war, im Winter an Bäume zu kommen, feiern die Friesen Weihnachten traditionell mit dem Friesenbaum. Dieser wird auf Sylt Jöölboom genannt und auf Föhr Kenkenboom. Er besteht aus einem Holzgestell, das mit Buchsbaum umkränzt wird. Als Schmuck werden Figuren aus Salzteig angehängt.

 

8. 1870 feierte Süderoog Spanische Weihnachten.

Heiligabend ist bei einem schweren Sturm über der Nordsee der spanische Dreimaster „Ulpiano“ nahe der Hallig Süderoog verunglückt. Zwölf Mann Besatzung wurden von Bord gerissen. Das Weihnachtswunder: Sie retteten sich auf eine Rettungsbake. Kurz darauf wurden sie von den Halligbewohnern gerettet und feierten dort Weihnachten – und lebten wegen Eisgangs noch weitere Wochen auf Süderoog. Bei Ebbe taucht noch immer das Wrack der „Ulpiano“ aus der Nordsee auf.

9. R.SH zieht bei „Last Christmas“ einen Schlussstrich.

Die Musikredaktion von R.SH sorgt dafür, dass der - für manche Hörer nervige - Dauer-Weihnachts-Ohrwurm dosiert über den Äther kommt: „Jeder Hörer, der den Song hören möchte, soll auch die Chance bekommen, ihn zu hören - aber natürlich in Maßen.“ R.SH plant den Wham-Song zwei bis dreimal in 24 Stunden (also von 0 bis 23.59 Uhr) ein. Darüber hinaus wird „Last Christmas“ zusätzlich gerne noch im „R.SH Endspurt“ von Hörern gewünscht. Dann könne er noch ein drittes oder viertes Mal laufen. „Last Christmas“ läuft jährlich ab der vom Frühstücksclub zelebrierten Premiere am 29. November bis einschließlich 26. Dezember. Grob überschlagen kommt man also auf 60 bis 70 Mal „Last Christmas“ in der Vor- und Weihnachtszeit. Ganz anders sieht es bei Delta-Radio aus. Der Sender spielt nach eigenen Angaben überhaupt keine Weihnachtslieder.

10. Bei Adam und Eva hängt ein Fisch im Baum.

Der Friesenbaum, der in Nordfriesland in vielen Familien als Weihnachtsbaum gebastelt wird, wird mit Salzteigfiguren geschmückt, die man Kenkentjüch nennt. Unten stehen die Figuren Adam und Eva, im Baum hängen Schaf, Kuh, Pferd Fisch, Schwein und Hahn sowie ein Segelschiff und eine Mühle.

 
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