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Orkantief „Xaver“ : Helgolands Düne stark beschädigt

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Orkantief „Xaver“ hat die der Insel Helgoland vorgelagerte Düne stark beschädigt. Eine erste Bilanz sei „erschütternd“, teilte Helgolands Tourismusdirektor Klaus Furtmeier am Montag mit.

shz.de von
erstellt am 09.Dez.2013 | 16:36 Uhr

Helgoland | Auf Helgolands Düne ist von einem Verlust von etwa 50.000 Kubikmetern Sand auszugehen, was dem zehnfachen Volumen der berühmten „Langen Anna“ entspricht. „Ohne professionelle, fremde Hilfe dürfte es aus heutiger Sicht nicht gelingen, die Strände bis zum Saisonstart 2014 wieder herzurichten, zumal die Sturmsaison erst begonnen hat“, erklärte Furtmeier. Die Düne ist unter anderem das Aufzuchtgebiet der Kegelrobben, die im Winter Wurfsaison haben. Die Insel Helgoland selbst nahm keinen gravierenden Schaden. Auch der unterbrochene Flugbetrieb wurde bereits am Samstag wieder aufgenommen, nachdem die Landebahn von Sand und Treibgut befreit worden war.

Auf Sylt hat sich nach Angaben des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN) in Husum geradezu ein „Sturmprofil“ gebildet. Allerdings sei ein natürlicher Rücktransport des Sandes zu erwarten, der die Verluste teilweise ausgleichen könne. Zu den betroffenen Orten zählt beispielsweise Hörnum an der Südspitze der Insel. Laut LKN-Sprecher Hendrik Brunckhorst gab es an der Hörnum-Odde auf einer Länge von gut einem Kilometer bis zu 20 Meter Verlust an der Randdüne. Im Gegenzug förderten die Sandablagerungen einen neuen Nehrungshaken zutage. Auch in List im Norden hat es Vor- und Randdünenabbrüche gegeben.

Föhr muss sich nach LKN-Angaben auf eine Sandvorspülung im kommenden Jahr einstellen: Das Sanddepot an der Südküste bei Utersum sei aufgezehrt worden. Auf Amrum gab es einen Abbruch der Randdünen an der Nordspitze. Auf Nordstrand haben bereits Reparaturarbeiten am Deich begonnen, die bis zum 20. Dezember beendet sein sollen. Auch in Büsum in Dithmarschen wird der Deich ausgebessert.

Größere Schäden seien durch die gute Vorbereitung verhindert worden, bilanziert Brunckhorst. Unterdessen gibt auch die Deutsche Säge- und Holzindustrie (DeSH) in Bezug auf die Wälder im Norden Entwarnung. Nach einer Abfrage bei den Forstämtern in Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen habe es bei dem Sturm keine größeren Schäden gegeben.

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