Haut wie Schmirgelpapier

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26. Januar 2013, 01:14 Uhr

Eutin | Ausgelaugt, saft- und kraftlos schleppte ich mich gestern Morgen beim Dauerlauf durch den Wald. Richtige Lust auf Sport verspürte ich keine. Das stromlose Leben nagt zunehmend an der Substanz.

Das macht sich auch an anderer Stelle bemerkbar: Der Zustand der Haut meiner Hände verschlechtert sich täglich. Sie ist rau wie Schmirgelpapier. An etlichen Stellen ist die Haut eingerissen und blutete, als hätte ich sie mir aufgeritzt. Selbst der Effekt eines wärmenden Tees in der kalten Wohnung verpuffte nahezu wirkungslos. Die Zimmertemperatur kommt mir stetig kälter vor. Der Körper und die Psyche haben der Kälte immer weniger entgegenzusetzen.

Ein wenig Wärme bot der soziale Mittagstisch der Kirchengemeinde, an dem ich gestern erneut teilnahm. Es gab Weißkohleintopf und etliche Gespräche mit den Teilnehmern obendrauf. "Herr Käfer, ich leide mit Ihnen", sagte eine ältere Dame zu mir. Das munterte mich zumindest kurzfristig auf.

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