Hamburg wieder Geberland

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03. Juni 2013, 11:50 Uhr

Berlin/Hamburg | Die neuen Bevölkerungszahlen aus dem Zensus wirbeln den Länderfinanzausgleich kräftig durcheinander. Insgesamt sind fast eine Milliarde Euro umzuverteilen, wie das Finanzwissenschaftliche Forschungsinstitut Köln (Fifo Köln) für die "Welt am Sonntag" berechnet hat. Demnach stehen Berlin künftig 515 Millionen Euro weniger im Jahr zu. Hamburg wird wieder vom Nehmer- zum Geberland. Die Hansestadt hatte zuletzt Mittel aus dem Finanztopf erhalten, obwohl der Stadtstaat zu den steuerstärksten Ländern überhaupt zählt und 2012 Rekordeinnahmen erzielt hatte. Bayern dagegen, das gemeinsam mit Hessen gegen den Länderfinanzausgleich klagt, muss 184 Millionen Euro weniger in den Ländertopf einzahlen. Der größte Gewinner ist der Berechnung zufolge Rheinland-Pfalz, das 224 Millionen Euro mehr aus dem Länderfinanzausgleich bekommt. Die erste Volkszählung seit mehr als zwei Jahrzehnten hatte ergeben, dass in Deutschland 1,6 Millionen weniger Menschen leben als vermutet.

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