Grüne fordern Tempo 30 auf Hauptverkehrsstraßen

<strong>Als Schutz </strong>gegen Verkehrslärm fordern Hamburgs Grüne nächtliche Tempo-30-Zonen auf Hauptverkehrsstraßen und Ausweichstrecken. <foto>dpa</foto>
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Als Schutz gegen Verkehrslärm fordern Hamburgs Grüne nächtliche Tempo-30-Zonen auf Hauptverkehrsstraßen und Ausweichstrecken. dpa

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12. Januar 2013, 01:14 Uhr

Hamburg | Als Maßnahme gegen Verkehrslärm fordern Hamburgs Grüne nächtliche Tempo-30-Zonen auf Hauptverkehrsstraßen und deren Ausweichstrecken. "Wir wissen, dass die Effektivität der Maßnahme gegeben ist", sagte der verkehrspolitische Sprecher der Grünen, Till Steffen, gestern bei der Vorstellung eines Antrags, den seine Fraktion in die Bürgerschaft einbringen will. Steffen bezog sich dabei auf die Erfahrungen anderer Städte wie Berlin. Dort wurde das Tempolimit auf vielen Hauptverkehrsstraßen bereits eingeführt.

Den Grünen zufolge verringert sich der Lärm durch eine Beschränkung von 50 auf 30 km/h um drei Dezibel - das entspreche der Halbierung der Verkehrsmenge. In Hamburg seien nachts etwa 144 000 Menschen Verkehrslärm von über 55 Dezibel ausgesetzt. Diese dauerhafte Belastung könne dem Herz-Kreislauf-System schaden, so Steffen. Das Tempolimit sei schnell und ohne großen Aufwand umzusetzen, anders als zum Beispiel der Einbau lärmdämmenden Straßenbelags.

Neben der flächendeckenden Einführung des Tempolimits, "überall dort, wo Leute massivem Lärm ausgesetzt sind", fordern die Grünen, die Pilotprojekte aus dem Lärmaktionsplan der Stadt bis Ende 2014 umzusetzen. Die Projekte umfassen 15 konkrete Maßnahmen für die lautesten Straßen Hamburgs. Das ist den Grünen aber noch nicht genug: Nur 4,6 Prozent der Betroffenen würden dadurch nachts entlastet, bemängeln sie. Deshalb fordern sie eine kontinuierliche Erweiterung der Projekte auch nach 2014. Über den Antrag der Grünen soll die Bürgerschaft am 13. Februar beraten.

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