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Puttgarden auf Fehmarn : Giftiges Pulver löst Großeinsatz im Fährhafen aus

vom

Der Fährhafen Puttgarden ist am Mittwoch gesperrt worden. Grund war eine giftige Substanz, die Polizisten bei der Kontrolle eines Fahrzeugs entdeckten. Das Giftpulver rieselte unkontrolliert aus dem Transporter.

shz.de von
erstellt am 20.Feb.2014 | 07:31 Uhr

Fehmarn | Ein giftiges Pulver hat im Fährhafen Puttgarden auf Fehmarn einen Großeinsatz mit mehr als 100 Feuerwehrleuten ausgelöst. Die Polizei überprüfte am Mittwochabend einen nicht vorschriftsgemäß gekennzeichneten Kleintransporter, wie ein Polizeisprecher am Donnerstag mitteilte. Bei der Kontrolle rieselte das giftige Pulver aus dem Fahrzeug. Bei dem Pulver handelte es sich nach Polizeiangaben um Magnesiumfluorsilikat, das bei Hautkontakt, Verschlucken oder Einatmen gesundheitsschädlich sein kann. An dem Einsatz waren insgesamt 120 Feuerwehrleute und Polizisten beteiligt. Verletzt wurde niemand.

Die als Gefahrgut gekennzeichneten Säcke standen zusammen mit anderer Ladung auf der Ladefläche des Transporters, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei. Der Fahrer wollte mit der Fähre nach Dänemark übersetzen. Wegen Problemen mit den Ladungspapieren hatte er jedoch warten müssen. Die Wartezeit nutzte der Fahrer nach Polizeiangaben, um auf der Ladefläche mit den Giftsäcken zu hantieren, aus denen das weiße Pulver rieselte.

Die Feuerwehr sperrte daraufhin das Gelände weiträumig ab. Auch eine Fähre durfte zunächst nicht im Hafen anlegen. Der Fahrer musste seine kontaminierte Kleidung ausziehen. Das Gefahrgut wurde in Spezialfässer umgeladen. Der Transporter sollte von einer Fachfirma dekontaminiert werden.

Die zwei an der Kontrolle beteiligte Polizisten kamen vorsorglich in eine Klinik. Dort seien jedoch keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen festgestellt worden, sagte der Polizeisprecher.

Der Lastwagenfahrer lehnte eine Untersuchung im Krankenhaus ab. Er habe sogar die Absicht gehabt, auf der Ladefläche zu übernachten, was ihm allerdings untersagt wurde.

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