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Geplante Reise zum Mars: Kieler helfen Risiko für Menschen zu klären

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Kiel/Washington (dpa/lno) - Eine Reise zum Mars wäre für Astronauten ein großes gesundheitliches Risiko - aber sie ist möglich. Zu diesem Schluss kommt ein deutsch-amerikanisches Forscherteam, zu dem auch zahlreiche Wissenschaftler der Uni Kiel gehören. Gemessen haben sie die Strahlenbelastung im All bei einem Flug zum Roten Planeten. In einem Beitrag der US-Fachzeitschrift «Science» berechnen sie für Hin- und Rückreise insgesamt etwa 0,66 Sievert. Die Zeit des Astronauten auf der Marsoberfläche ist dabei nicht berücksichtigt. «Das heißt: Es ist nicht unmöglich, aber es verkompliziert die Angelegenheit», sagte der Kieler Physiker Robert Wimmer-Schweingruber der Nachrichtenagentur dpa. Er ist Mitautor der Studie. Die US-Raumfahrtbehörde Nasa habe für Astronauten 1 Sievert als Maximum festgelegt - bezogen auf die gesamte berufliche Laufbahn.

shz.de von
erstellt am 30.Mai.2013 | 08:11 Uhr

Kiel/Washington (dpa/lno) - Eine Reise zum Mars wäre für Astronauten ein großes gesundheitliches Risiko - aber sie ist möglich. Zu diesem Schluss kommt ein deutsch-amerikanisches Forscherteam, zu dem auch zahlreiche Wissenschaftler der Uni Kiel gehören. Gemessen haben sie die Strahlenbelastung im All bei einem Flug zum Roten Planeten. In einem Beitrag der US-Fachzeitschrift «Science» berechnen sie für Hin- und Rückreise insgesamt etwa 0,66 Sievert. Die Zeit des Astronauten auf der Marsoberfläche ist dabei nicht berücksichtigt. «Das heißt: Es ist nicht unmöglich, aber es verkompliziert die Angelegenheit», sagte der Kieler Physiker Robert Wimmer-Schweingruber der Nachrichtenagentur dpa. Er ist Mitautor der Studie. Die US-Raumfahrtbehörde Nasa habe für Astronauten 1 Sievert als Maximum festgelegt - bezogen auf die gesamte berufliche Laufbahn.

Wimmer-Schweingruber spricht von einer Risikoabwägung. Ein Sievert entspreche etwa einem fünf Prozent höherem Risiko, an Krebs zu sterben. Zu schaffen machen den Raumfahrern die galaktische Strahlung und Sonnenstürme. Pro Strecke gehen die Forscher von 180 Tagen Reise aus. Gesammelt hatte die Daten ein Messgerät auf dem Roboter «Curiosity». Die Überlegung: Die Abschirmung des Raumschiffs, mit dem «Curiosity» im Dezember 2011 zum Mars geflogen wurde, ist demnach vergleichbar mit jener bei einem möglichen bemannten Marsflug. Die Gefahr für einen Menschen sei daher bestmöglich abgeschätzt.

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