Herzogtum Lauenburg : Genprobe bestätigt: Noch ein Wolf in SH

Wolf auf Wanderschaft: Für die ausdauernden Tiere sind auch Barrieren wie der Nord-Ostsee-Kanal kein Hindernis.
Der Wolf ist ein scheues Tier.

Im Februar wurde ein Kalb-Kadaver im Kreis Lauenburg gefunden. Entnommene Genproben bestätigen nun den Verdacht: Ein Wolf hat das Tier gerissen. Nun bestätigte sich der Verdacht: Es war ein Wolf. Es ist der fünfte Nachweis der geschützten Art in Schleswig-Holstein seit 2012.

Avatar_shz von
19. März 2014, 11:28 Uhr

Lauenburg | Ende Februar wurde der Kadaverrest eines Kalbes im Kreis gefunden worden. Die Vermutung damals: Ein Wolf hat das Tier gerissen. Jetzt ist im Kreis Herzogtum Lauenburg durch damals entnommene Genetikproben ein ein Wolf zweifelsfrei nachgewiesen worden, wie das Umweltministerium am Mittwochvormittag mitteilte. Weitere DNA-Untersuchungen sollen nun klären, woher das Tier stammt. Ob sich der Wolf dauerhaft oder nur vorübergehend in Schleswig-Holstein aufhält, steht bisher noch nicht fest.

Es ist der fünfte Nachweis eines Wolfs in Schleswig-Holsten seit 2012. „Das ist ein gutes Signal: Unser Land hat Raum für wilde Tiere“, sagte Umweltminister Robert Habeck. Das Wolfsmanagement des Landes habe sich bewährt. So beraten ehrenamtliche Wolfsbetreuer Tierhalter, wie sie ihre Tiere angemessen schützen. Werden Tiere gerissen, zahlt das Land eine Entschädigung.

Der Wolf ist nach dem Washingtoner Artenschutzabkommen, der Berner Konvention, der europäischen Naturschutzrichtlinie (FFH-Richtlinie) und dem Bundesnaturschutzgesetz eine streng geschützte Art. Er ist sehr scheu. Spaziergänger und spielende Kinder sind daher nicht gefährdet.

Für Fragen oder Wolfshinweise gibt es eine spezielle Hotline – Informationen gibt es unter www.wolfsbetreuer.de. Das vom Land beauftrage Wolfsinfozentrum Eekholt ist unter Tel.: 01746330335 zu erreichen.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen