Geburten: Jedes vierte Baby kommt aus Umland

Stippvisite der Gesundheitssenatorin Claudia Prüfer-Storcks (re.) bei Yvonne Heidtmann mit ihrer Tochter Fiby. dpa
Stippvisite der Gesundheitssenatorin Claudia Prüfer-Storcks (re.) bei Yvonne Heidtmann mit ihrer Tochter Fiby. dpa

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19. Januar 2013, 01:14 Uhr

Hamburg | Zum Gebären in die Metropole pendeln: Mehr als 5000 Babys, die 2012 in Hamburgs Kliniken und Geburtshäusern das Licht der Welt erblickten, stammen aus dem Umland. Mehr als die Hälfte der "Import-Babys" entfallen dabei auf Eltern aus schleswig-holsteinischen Randkreisen.

"Der Ruf der Hamburger Krankenhäuser reicht auch in der Geburtshilfe weit über die Stadtgrenzen hinaus", freut sich Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD). Viele Frauen aus dem Umland nutzten die Hamburger Angebote keineswegs nur bei schwierigen Mehrlingsgeburten, sagte die Senatorin gestern bei einem Besuch des Katholischen Marienkrankenhauses. In der Frauenklinik im Stadtteil Hohenfelde wurden 2930 Kinder entbunden - mehr als irgendwo sonst in Norddeutschland.

Insgesamt verhalfen Hamburger Kranken- und Geburtshäuser im vergangenen Jahr 21 241 (plus 930) Erdenbürgern ins Leben - der höchste Wert seit 2000. Wie viele der Neugeborenen auf Eltern im Umland entfallen, vermag das Statistikamt noch nicht zu sagen. Nach einer ersten groben Berechnung seien es etwa 5300, hieß es aus der Gesundheitsbehörde. Zugleich sei ein leichter Rückgang bei Geburten in Speckgürtelkliniken zu beobachten, so Prüfer-Storcks. Geburten und die vorangehende Betreuung von Schwangeren sind für Krankenhäuser ein lukratives Geschäftsfeld. In den vergangenen Jahren haben viele Kliniken ihre Frauen- und Pränatal-abteilungen aufgerüstet. Auch das Marienkrankenhaus hatte seine Geburtshilfe vor anderthalb Jahren komplett saniert. Ergebnis: rund 15 Prozent mehr Geburten in einem Jahr. Als große Stärke sieht die Klinik außer der supermodernen Ultraschalltechnik vor allem die persönliche Zuwendung. Chefarzt Holger Maul: "Ein modernes und erfolgreiches Geburtshilfekonzept besteht im Wesentlichen darin, Eltern vor, während und nach einer Geburt feinfühlig zu unterstützen, die eigenen Bedürfnisse zu erkennen, und sie bei der Umsetzung dieser Wünsche zu begleiten."

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