Fürst Albert von Monaco besucht Sylt

Fürstliche Spuren im Sylter Sand:  Albert II. von Monaco will Ende dieses Monats Sylt besuchen.
Fürstliche Spuren im Sylter Sand: Albert II. von Monaco will Ende dieses Monats Sylt besuchen.

Das Oberhaupt des Zwergstaates wird auf einer Konferenz über Küstenschutz sprechen / Fürstin Charlène und die Kinder kommen nicht mit

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13. Mai 2015, 11:20 Uhr

Royaler Besuch für die Insel: Am Freitag, 29. Mai, wird Fürst Albert II. von Monaco im Lister Hotel A-Rosa auf einer Klimaschutz-Konferenz zum Thema Hochwasser eine Rede halten.

Veranstaltet wird die Konferenz von einer vom Fürst gegründeten Stiftung, der „Fondation Prince Albert II de Monaco“, die sich in verschiedenen Projekten für den Klimaschutz einsetzt. Bevor das Staatsoberhaupt des Zwergstaates an der Veranstaltung teilnimmt, wird sich der 58-Jährige während einer Inseltour selbst ein Bild von den Sylter Küstenschutz-Maßnahmen machen. Seine Familie, Fürstin Charlène und die frisch getauften Zwillinge Jacques und Gabriella, werden ihn nicht begleiten.

Dass dem Fürsten das Thema Küstenschutz ein ernsthaftes Anliegen ist, davon ist Adelsexperte Jürgen Worlitz überzeugt. Der gebürtige Kieler und freie Journalist betont: „Ich halte Fürst Albert in Sachen Umweltschutz für absolut glaubwürdig und kompetent.“ Schließlich habe der Großvater des Fürsten, Albert I, in Monaco das renommierte Institut für Meereskunde, das „Musée et Institut océanographique“ geründet – Albert II. habe deshalb von Kindesbeinen an Bekanntschaft mit Koryphäen der Meereskunde gemacht. Seine Stiftung ist unter anderem durch eine medienwirksame Polarexpedition im Jahr 2009 bekannt geworden: Um auf die globale Erwärmung aufmerksam zu machen, hatte der Fürst in einer 17-tägigen Reise die Antarktis durchquert.

Ganz so lang wird sein Syltbesuch nicht dauern: Bloß einen Tag verweilt seine hochfürstliche Durchlaucht – so die offizielle Ansprache – auf der Insel. „Auf Sylt wird sich der Fürst sicherlich wohlfühlen“, glaubt Worlitz – schließlich ziehe Deutschlands bekannteste Urlaubsinsel ein ähnliches Klientel an wie das mondäne Fürstentum. „Wahrscheinlich wird er dort auf Bekannte treffen. Einige verbringen ja den Hochsommer auf der Insel, um später im Jahr an die Côte d’Azur weiter zu reisen.“

Unter den Gästen der Konferenz und eines anschließenden Empfangs sollen neben anderen der Ex-Bundesumweltminister Klaus Töpfer und Meteorologe Sven Plöger sein. Auch Nikolas Häckel, Bürgermeister der Gemeinde Sylt, freut sich auf die illustre Veranstaltung – vor allem, wie er betont, weil ihm das Thema am Herzen liege: „Hochwasserschutz ist für Sylt sehr wichtig, deshalb ist es schön, dass diese Konferenz mit so prominenter Besetzung auf der Insel stattfinden wird“.

Verständigungsprobleme mit alten und neuen Bekannten, weiß Royal-Kenner Worlitz, wird der Fürst auf Sylt keine haben: Neben Französisch und Englisch spreche er auch ein wenig Deutsch. Ohnehin habe der Sohn von Hollywood-Schauspielerin Grace Kelly eine enge Verbindung zu Deutschland: Zum einen sei er regelmäßig in München, zum anderen nehme der begeisterte Sportler an Bobmeisterschaften im Sauerland teil.

Berührungsängste mit dem Liebling der Klatschpresse, dem einst unter anderem ein Verhältnis mit Claudia Schiffer nachgesagt wurde, brauche man nicht zu haben: „Der Fürst ist ein ruhiger, besonnener Mensch“, sagt Worlitz, „kein Sunnyboy – aber er kann wirklich sehr lustig sein.“ Ob dem so ist, davon werden sich die geladenen Sylter Gäste Ende dieses Monats überzeugen können.

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