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Freiwilligendienst: Erfolgsgeschichte statt „Stationssklaven“

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Ein „Gewinn für die Gesellschaft“ – so bezeichnete Torsten Albig (SPD) gestern 150 Jugendliche in Neumünster. Der Ministerpräsident war Festredner zur Feier des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) zu 50 Jahren Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ). Der Freiwilligendienst sei eine Erfolgsgeschichte für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und kein verschenktes Jahr in einer Leistungsgesellschaft: „Sie lernen hier Dinge, die für Ihre Arbeitgeber wertvoll sind – Selbstsicherheit, Teamgeist und Mitmenschlichkeit.“

Aktuell bietet das DRK in Schleswig-Holstein 200 von insgesamt 1600 Plätzen an. Die Nachfrage sei auch nach der Einführung des Bundesfreiwilligendienstes 2011 nicht gesunken. Jako Roder (Foto, Mitte), FSJ-Landessprecher, lobte das Angebot, äußerte aber auch Kritik: „In Krankenhäusern zum Beispiel werden FSJ’ler häufig als Stationssklaven bezeichnet.“ Er kritisierte das Vorurteil, FSJ’ler würden nicht wissen was sie sonst machen sollen – „damit sie nicht chillen. Dabei ist es ein Bildungsjahr“. Roder betonte, dass die Freiwilligen nur eine ergänzende und keine vollwertige Arbeitskraft seien. Die Arbeit sollte mit Vergünstigungen im Alltag und Vorteilen bei der Bewerbung um einen Studienplatz wertgeschätzt werden.

Auf seiner Seite hat Roder den ehemaligen Präsidenten des schleswig-holsteinischen Landtages und heutigen Sprecher des DRK-Vorstands Torsten Geerdts: „Das FSJ soll jungen Menschen eine Perspektive geben. Missstände kann sich die Gesellschaft hier nicht leisten.“

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