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Fischer wollen keinen Hafenschlick aus Hamburg

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erstellt am 04.Mai.2013 | 01:14 Uhr

Rendsburg | Schleswig-Holsteins Fischer wollen den giftigen Hafenschlick aus Hamburg nicht in der Deutschen Bucht haben. Mit großer Entrüstung reagierten sie auf Meldungen, nach denen die Kieler Landesregierung die Verklappung bei Helgoland wieder zulassen will, wie der Fischereiverband gestern mitteilte. Dabei geht es um jährlich 600 000 Tonnen Hafenschlick, der mit Schwermetallen und anderen Giften belastet ist. Nach einer Aufstellung des Hamburger Senats sind bei vier Schadstoffen - Cadmium, Kupfer, Quecksilber und Zink - die Richtwerte für höchstzulässige Konzentrationen überschritten.

Schleswig-Holsteins Umweltminister Robert Habeck (Grüne) wies die Vorwürfe entschieden zurück. Der Hamburger Hafenschlick sei kein Giftschlick, sondern ein "gering belasteter Schlick, der unter strengen Auflagen verbracht werden soll", sagte er. Wissenschaftliche Untersuchungen seit 2005 hätten keine Hinweise auf eine Veränderung der Artenzusammensetzung oder eine Zunahme von Krankheiten bei den Fischen ergeben. Insofern könne den Fischern die Sorge einer unmittelbaren Betroffenheit genommen werden, sagte Habeck. Aber: Die Verbringung von Baggergut ins Meer "kann keine Dauer lösung sein", meinte auch der Minister.

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