Falscher Zebrastreifen – Behörde stellt Strafanzeige

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02. September 2014, 12:26 Uhr

Wer kommt denn auf solch eine Idee? In Hamburg-Eidelstedt haben Unbekannte einen Zebrastreifen und mehrere Tempo-30-Markierungen auf eine Straße gemalt. Das Bezirksamt Eimsbüttel hat Strafanzeige wegen Verkehrsgefährdung gestellt und warnt: „Insbesondere junge Verkehrsanfänger können die falschen Markierungen missdeuten und sich dadurch in erhebliche Gefahr bringen.“

Laut Bezirkssprecherin Aileen Röpcke sind derartige solche Fälle schon mehrfach vorgekommen. „Diesmal wurden im Redingskamp mehrere Tempo-30-Piktogramme sowie ein gezeichneter Zebrastreifen mit weißem Lack auf die Straße gepinselt.“ Die Markierungen wirken nur aus der Entfernung echt, bei genauerem Hinsehen entpuppen sie sich als amateurhafte Fälschungen. So führen weiße Farbspuren von den „30“-Zeichen weg, während die Linien des Zebrastreifens vor einer Schule viel zu dünn geraten sind. Und dennoch ist Bezirksamtsleiter Thorsten Sevecke alarmiert: „Kinder sind wirklich gefährdet, wenn sie den Zebrastreifen für echt halten und losgehen, der Autofahrer den falschen Streifen aber nicht erkennt und durchfährt, auch weil die begleitenden Verkehrsschilder fehlen.“

Laut Strafgesetzbuch handelt es sich beim Aufbringen von Straßenmarkierungen durch Privatpersonen um Sachbeschädigung sowie um einen gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr. Der Bezirksamtsleiter appelliert an die Täter, auf derlei Markierungen unbedingt zu verzichten.

Wer hinter den nächtlichen Straßenmalereien von Eidelstedt steckt, ist unklar. Womöglich handelt es sich um missglückte Protestaktionen besorgter Bürger. Auffällig ist laut Bezirksamt, dass auch im vergangenen Jahr ein falscher Zebrastreifen vor einer Schule aufgetaucht war. Dort hatten Eltern zuvor die Einrichtung eines echten Zebrastreifens verlangt.

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