Falsche Obdachlose im Notquartier

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26. Januar 2013, 01:14 Uhr

Hamburg | Beamte des Hauptzollamts Hamburg-Hafen haben eine missbräuchliche Nutzung des Winternotprogramms aufgedeckt. In der zentralen Aufenthaltsstätte Spaldingstraße wurden rund 30 vermeintliche Obdachlose entdeckt, die auf dem Weg zur Arbeit waren und die Notunterkunft als kostenloses Quartier nutzten, teilte die Sozialbehörde gestern mit. Nach Feststellung der Personalien wurden sie aufgefordert, sich andere Unterkünfte zu suchen. Darunter waren acht Bulgaren, die eigenen Aussagen zufolge für eine Schweriner Firma tätig sind. Fünf Rumänen gaben an, dass sie für einen Vermittler arbeiteten.

Nach den Worten von Sozialsenator Detlef Scheele (SPD) wird im Hamburger Winternotprogramm im Gegensatz zu anderen Städten kein Obdachloser abgewiesen, der in echter Not sei. Doch er habe "kein Verständnis" dafür, wenn Erwerbstätige die Schlafplätze belegten, die eigentlich für mittellose Obdachlose gedacht seien. Das Hauptzollamt Hamburg-Hafen hatte seit Mitte Januar in unregelmäßigen Abständen die Unterkunft in der Spaldingstraße kontrolliert.

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