Fährpläne Brunsbüttel-Cuxhaven drohen zu scheitern

grafik faehrelinien elbe 03-2014

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15. Juli 2014, 19:11 Uhr

Die Pläne für eine Autofähre zwischen Brunsbüttel und Cuxhaven drohen zu scheitern. Der Grund: Die Flensburger Förde Reederei Seetouristik (FRS) als bisher größter Interessent und das Land Niedersachsen als Hafenbetreiber in Cuxhaven haben sich nicht auf einen Standort für einen Schiffsanleger einigen können.

Während die FRS einen wirtschaftlichen Fährbetrieb durch die Elbmündung nur vom und zum Hafen in Cuxhaven-Groden nahe der Autobahn 27 für möglich hält, bevorzugt Niedersachsens Verkehrsminister Olaf Lies (SPD) das weiter westlich gelegene und von Brunsbüttel weiter entfernte „Steubenhöft“ im Zentrum der Stadt. Nur dort würde Lies die notwendige Ertüchtigung des Fähranlegers bezahlen. In Groden dagegen wäre ihm das zu teuer.

Die FRS wiederum will nur nach Groden, sich aber an der Finanzierung des Anlegers auch dort nicht beteiligen. „Wir werden dafür kein Geld in die Hand nehmen“, sagt FRS-Manager Jan Philip Eckmann gegenüber unserer Zeitung. Damit steht das von der niedersächsischen und der schleswig-holsteinischen Landesregierung befürwortete Projekt vor dem Aus.
Zwar ist Minister Lies außerdem noch in Gesprächen mit der Norderneyer Frisia-Reederei. Doch deren Chef Rolf Harms ist ebenfalls skeptisch, ob sich eine Fährlinie zwischen Brunsbüttel und Cuxhaven lohnt. „Wir sehen da erhebliche Probleme im Schiffsbetrieb“, sagt er. Für eine regelmäßige Fährverbindung ist die Elbmündung ein schwieriges Revier: Die Strömung ist wegen Ebbe und Flut stark, der Wind oft kräftig und der Schiffsverkehr dicht. Zuletzt ist eine Autofähre im Jahr 2001 nach nur zwei Jahren Betrieb wieder eingestellt worden.

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