Elbphilharmonie: CDU will Transparenz

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18. Januar 2013, 01:14 Uhr

Hamburg | Nach der Neuordnung des Projektes Elbphilharmonie hat die CDU gestern in der Hamburgischen Bürgerschaft mehr Transparenz von Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) verlangt. Er sei "auf Zinne", polterte Wersich los. "Je mehr man sich einliest, desto mehr Fragen kommen auf", sagte er und forderte vor allem von Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) mehr Transparenz. "Scholz hat getäuscht und die Fakten vertauscht", sagte Wersich. Mitte Dezember hatte der von der SPD geführte Senat entschieden, beim Bau der Elbphilharmonie weiter auf Hochtief - trotz Kostenexplosion und Zeitverzögerung - zu setzen.

Zum Beispiel sei unklar, wie sich die Mehrkosten genau zusammensetzen, kritisierte Wersich. Die Stadt und Hochtief hatten sich auf einen pauschalen Festpreis in Höhe von 575 Millionen Euro geeinigt. Das Konzerthaus soll nun erst im Frühjahr 2017 eröffnen und somit noch einmal 200 Millionen Euro teurer werden. Dies käme einem 180-Grad-Kurswechsel gleich, kritisiert die CDU. So habe der Senat mehrfach schriftlich bekundet, dass sie lediglich für eine Bauzeitverlängerung von drei Monaten verantwortlich sei und die Mehrkostenforderungen bis zur Gesamtsumme von 323 Millionen Euro gedeckelt habe. Als Alternative hatte im Raum gestanden, dass die Stadt alleine weiter baut. Auch hier wäre der finanzielle Unterschied im Gegensatz zum Hochtief-Modell nie transparent gemacht worden, so Wersich.

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