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Einlaufverbot für Russen-Fregatte: Kiels Stadtpräsident sauer

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der von der Bundesregierung untersagte Besuch der russischen Fregatte „Boiky“ zur Kieler Woche schlägt weiter Wellen. FDP-Landtagsfraktionschef Wolfgang Kubicki forderte eine Revision der Entscheidung. Kubicki forderte Ministerpräsident Torsten Albig und SPD-Vize Ralf Stegner auf, in diesem Sinne bei Außenminister Frank-Walter Steinmeier tätig zu werden.

Es sei „geradezu aberwitzig“, dass der deutsche Astronaut Alexander Gerst an Bord einer russischen Rakete zur internationalen Raumstation ISS geflogen sei, während der Freundschaftsbesuch einer russischen Fregatte untersagt werde, sagte Kubicki. Die Bundesregierung hatte die Entscheidung mit der „aktuellen politischen Lage“ begründet und auf den Ukraine-Konflikt verwiesen. Kubicki nannte den „symbolhaften Akt“ mit dem Blick auf den Charakter der Kieler Woche als Ort der Völkerverständigung „grundfalsch“.

Kritik kam auch aus der Stadt Kiel. Nachdem Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) Verständnis für die Entscheidung gezeigt hatte, nannte Stadtpräsident Hans-Werner Tovar das ohne Rücksprache mit der Stadt verhängte Einlaufverbot „nicht nachvollziehbar“. Es wirke „kontraproduktiv auf ein friedliches Miteinander zwischen beiden Völkern“, sagte Tovar.

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