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Digitalfunk: Landespolizei will weiter nachbessern

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

shz.de von
erstellt am 17.Jan.2014 | 12:51 Uhr

Für Alarmstimmung hat ein Mängelreport über den Probebetrieb des Digitalfunks für Polizei, Feuerwehr und Rettungsleitstellen im Land von Innenminister Andreas Breitner (SPD) gesorgt. Demnach muss technisch noch stark nachgebessert werden. Mehr Funkstationen müssen unter anderem her, um einen stabilen und verlässlichen Betrieb zu gewährleisten. Denn derzeit ist noch von unzureichender Funkversorgungsgüte, schwankender Sprachqualität und teilweise minutenlangen Verbindungabbrüchen bei Starkregen sowie im Inneren von Gebäuden die Rede. Fazit: Der flächendeckende „Echtbetrieb“ des Digitalfunks ist dem Bericht zufolge frühestens Ende 2014 möglich.

Das Landespolizeiamt (LPA) will den Report, an dem es selbst mitgeschrieben hat, nicht unkommentiert lassen. Nicht nur, um dem Eindruck zu widersprechen, die öffentliche Sicherheit sei durch die Digitalfunk-Pannen gefährdet. Auch angesichts der rund 108 Millionen Euro an Steuermitteln, die der Aufbau des Netzes seit dem Jahr 2006 voraussichtlich kosten wird.

So sollte die Botschaft bei einem Gespräch in der Kieler Rettungsleitstelle gestern lauten: Der digitale Funk läuft bereits jetzt flächendeckend (mit analogem Funk als Sicherheitsnetz bis maximal 2016), und er läuft „überwiegend störungsfrei“ – so formulierte es Arnim Wiens, stellvertretender Leiter der Regionalleitstelle Kiel. Probleme gebe es, etwa bei der Akustik und in „wenigen Bereichen der Netzabdeckung“. Die liegen etwa in der Flensburger Innenstadt (Hafenbereich), in Glücksburg (Holnis), in der Bergstraße in Kiel, in Pinneberg, der Lübecker Altstadt sowie am Strand von St. Peter-Ording. Aber: „Wir arbeiten an dem Problem“, sagte Bernd Koop, im LPA für den Digitalfunk und die Regionalleitstellen verantwortlich.

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