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Sankt Peter-Ording : Deutsche Strandsegler holen acht Medaillen bei EM

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Bei der Strandsegler EM in Sankt Peter Ording waren Piloten aus SH mehrfach erfolgreich. Das Revier gilt als eines der schönsten überhaupt.

Sankt Peter-Ording | Eine Woche lang kämpften 181 Strandsegler aus zehn Nationen bei der Europameisterschaft um Edelmetall. Der Strand von Sankt Peter-Ording ist seinem Ruf als anspruchvollstes Revier dabei wieder einmal gerecht geworden. „Sankt Peter-Ording ist einzigartig“, schwärmte der irische Segler Alan Watson. Der Strand verändere ständig sein Gesicht, Priele entstünden, führten plötzlich hohes Wasser oder verebbten, gefährliche Kanten tauchten plötzlich auf, ebenso wie tiefe Wasserlöcher, so der Ire. „Hier zu segeln ist einfach nur verrückt“, ergänzte der britische Pilot Graham Miatt kopfschüttelnd. „Aber es macht wahnsinnig Spaß.“ 70 Rennen konnten insgesamt gestartet werden, bei meist kräftigem Wind. Die Bilanz des deutschen Teams kann sich sehen lassen. In sechs unterschiedlichen Klassen konnten die Segler acht Medaillen holen - trotz der Dominanz der französischen Equipe. Besonders die deutschen Frauen überzeugten bei der Europameisterschaft.

Bei den Miniyachten, der kleinsten Klasse, wurde Gitta Steinhusen aus Schleswig Europameisterin. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Barbara Starke und Anke Münch (beide Hamburg). In der Mannschaftswertung holten die deutschen Männer um den amtierenden Weltmeister Sven Kraja Silber. In der Einzelwertung musste sich der Segelmacher aus Schleswig diesmal aber der Übermacht der Franzosen beugen und belegte den fünften Platz.

Kraja startete zudem in der Klasse 5, der Konstrukteursklasse. Mehrere Rennen segelte er auf Bronzekurs. Doch der anspruchsvolle Parcours wurde Krajas Yacht zum Verhängnis. Drei Rennen musste er abbrechen, weil sein Segelwagen brach. Nach zehn Rennen belegte er in der Gesamtwertung den sechsten Platz. Zusammen mit Heiko Hartmann (Emden) und Helge Bents (Langeoog) holte Kraja in der Teamwertung Silber.

In der Klasse 3, der sogenannten Königsklasse, belegte das deutsche Team mit Arne Kelm (Kiel), Arnd Mahrt (Sankt Peter-Ording) und Christoph Hanke (Hamburg) hinter Frankreich und Belgien den dritten Platz. Die Klasse 3 erreicht bei optimalen Bedingungen auf dem harten Sand Geschwindigkeiten von bis zu 130 Stundenkilometern. In dem Feld mit 40 Piloten traten die besten Strandsegler an. Allein drei Weltmeister des vergangenen Jahres aus verschiedenen Klassen starteten in Sankt Peter Ording in diesem Feld. Arnd Mahrt und Christoph Hanke konnten jeweils in einem Rennen ihren Heimvorteil nutzen und den dritten Platz belegen. In der Gesamtwertung war Arne Kelm als Neunter bester Deutscher.

Bronze gab es zudem für das deutsche Team in der Klasse 2 (Kurt Wachkamp/Hattingen, Karsten Meyer/Kiel und Imke Borowski-Baeyer/Hamburg) und der Klasse Promo für den Segelnachwuchs mit Paul Stampa, Jes Wölpern und Henrik Dudda (alle Sankt Peter-Ording).

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erstellt am 29.Sep.2013 | 14:21 Uhr

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