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Das Landespolizeiamt hat einen neuen Chef

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

von
erstellt am 19.Dez.2013 | 00:31 Uhr

Neuer Chef aller rund 7500 Polizeibeamten in Schleswig-Holstein ist ab Januar der Leitende Kriminaldirektor Rolf Höhs aus Wedel. Innenminister Andreas Breitner führte den 53-Jährigen gestern in der „Polizeihauptstadt“ Eutin offiziell in sein neues Amt als Landespolizeidirektor ein. Höhs tritt die Nachfolge von Burkhard Hamm an, der seit 2007 ranghöchster Polizist im Land war.

Vor über 200 Gästen aus Polizei, Justiz, Verwaltung und Politik betonte der Innenminister den Anspruch, dass Schutz-, Wasser- und Kriminalpolizei sich als Einheit in der Sicherheitsarbeit für die Bürger verstehen. Breitner würdigte den neuen Landespolizeidirektor als „strategischen und analytischen Kopf“, der jetzt mit Durchsetzungskraft und Augenmaß die den geplanten Stellenabbau bei der Polizei gestalten müsse. Die Landespolizei müsse sich noch stärker auf die Kernaufgaben der Gefahrenabwehr und Strafverfolgung konzentrieren, forderte Breitner.

Dem scheidenden Landespolizeidirektor Burkhard Hamm bescheinigte der Minister, dass er die Landespolizei mit „herausragenden persönlichen, sozialen und fachlichen Kompetenzen geführt“ und für eine gute Vernetzung gesorgt habe. Hamms den Menschen zugewandter Führungsstil und sein Eintreten für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie seien vorbildlich.

Hamm selbst sprach die letzten Belobigungen seiner Dienstzeit aus: Vier Beamte haben durch ihr schnelles und professionelles Handeln einem Eutiner Kollegen beim Einsatz das Leben gerettet. Der Ordnungshüter war auf der Rader Hochbrücke während eines dienstlichen Auftrages zur Verkehrsüberwachung mit einem Herzinfarkt zusammengebrochen; durch ihre sachkundige Erste-Hilfe-Leistung hätten sie ihrem Kollegen vermutlich das Leben gerettet, sprach Hamm den Beamten Jan Siemund (Eutin), Wenke Schmüser (Neumünster), Torsten Bracklow (Osterrönfeld) und Jörg Schmidt (Schacht-Audorf) eine offizielle Anerkennung aus.

Nicht zuletzt warnte Hamm davor, die Arbeit der Polizei nur nach Zahlen und Statistiken zu bewerten. Von der Politik seien Transparenz und Verlässlichkeit gefordert. Ralf Höhs kündigte an, die harte Linie gegen Gewaltakte forzusetzen.

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