Chinesisches Teehaus wird Teil der Uni

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05. Januar 2013, 01:14 Uhr

Hamburg | Das original chinesische Teehaus in Hamburg soll künftig von der Universität betreut werden. Das ursprüngliche Konzept mit Restaurantbetrieb habe sich als nicht tragfähig erwiesen, teilte der Senat am Freitag mit. Als Geschenk der Hamburger Partnerstadt Shanghai war "Hamburg Yu Garden" im September 2008 eröffnet worden.

Seit Juni 2011 war der gesamte Komplex weitgehend geschlossen, da Renovierungsarbeiten erforderlich waren. Mit Unterstützung der chinesischen Partner soll das Teehaus jetzt zu einer Veranstaltungsstätte mit aktueller technischer Ausstattung entwickelt werden, hieß es.

Das neue Konzept soll vom Konfuzius-Institut und der Marketing GmbH der Uni gestaltet werden. Das Konfuzius-Institut wurde 2007 eingerichtet und ist eine deutsch-chinesische Kooperation unter Beteiligung der Fudan Universität Shanghai, der Universität Hamburg und dem Confucius Institute Headquarters Peking. Seine Aufgabe ist die Förderung der chinesischen Kultur in Hamburg. Neben Sprachkursen richtet das Institut Konzerte, Diskussionen und interkulturelle Veranstaltungen sowie das chinesische Frühlingsfest aus.

Das Teehaus dient künftig auch als Ta gungsstätte für die Universität und kann darüber hinaus von Verbänden, Unternehmen und Privatpersonen für Veranstaltungen unterschiedlichster Art gemietet werden. Im Mittelpunkt des künftigen Betriebes sollen Veranstaltungen stehen, die dem deutsch-chinesischen Austausch dienen. Nicht nur das Konfuzius-Institut, sondern auch andere Träger der deutsch-chinesischen Zusammenarbeit sollen hierzu Beiträge liefern.

Staatsrat Wolfgang Schmidt, Bevollmächtigter der Stadt Hamburg für Auswärtige Angelegenheiten, bezeichnete das Teehaus als "das sichtbarste Symbol der Städtepartnerschaft zwischen Hamburg und Shanghai in unserer Stadt". Uni-Präsident Professor Dieter Lenzen betonte, dass das Teehaus als "Symbol der Freundschaft zweier Städte" auch die Bedeutung der China-Studien an der Universität Hamburg unterstreiche.

Das Gebäude in Hamburg-Harvestehude wurde nach dem architektonischen Vorbild des Huxinting-Teehauses in Shanghai errichtet. Das hochwertige Grundstück von 3400 Quadratmetern war den chinesischen Partnern nach Unterzeichnung eines Erbbaurechtsvertrages für 30 Jahre unentgeltlich überlassen worden. Ende Dezember 2012 wurde ein neuer, zunächst fünfjähriger Pachtvertrag zwischen dem chinesischen Bauherrn S hanghai Yu Yuan Tourist Mart Co. Ltd. und der Universität Hamburg Marketing GmbH geschlossen.

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