Sondierungsergebnis : CDU und Grüne halten Koalition für möglich

Hamburgs Erster Bürgermeister Ole von Beust (l, CDU), der CDU-Landesvorsitzende Michael Freytag, Christa Goetsch (2.v.r., GAL) und die Landesvorsitzende der Grünen (GAL), Anja Hajduk bei Sondierungsgespräche über eine mögliche schwarz-grüne Regierung in Hamburg. Foto: dpa
Hamburgs Erster Bürgermeister Ole von Beust (l, CDU), der CDU-Landesvorsitzende Michael Freytag, Christa Goetsch (2.v.r., GAL) und die Landesvorsitzende der Grünen (GAL), Anja Hajduk bei Sondierungsgespräche über eine mögliche schwarz-grüne Regierung in Hamburg. Foto: dpa

Die Spitzen von CDU und Grünen (GAL) in Hamburg können sich Koalitionsverhandlungen für ein erstes schwarz-grünes Bündnis auf Landesebene grundsätzlich vorstellen.

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05. März 2008, 05:38 Uhr

Nach einem rund sechsstündigen Sondierungsgespräch am Mittwoch betonten CDU-Chef Michael Freytag und Grünen-Chefin Anja Hajduk, das Trennende zwischen den Parteien sei überbrückbar. Freytag sagte: "Frischer Wind für Hamburg ist zu spüren." Das letzte Wort bei den Grünen hat die Parteibasis, die an diesem Donnerstag über die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen entscheidet. Bürgermeister Ole von Beust (CDU) und Freytag wollen dem CDU-Vorstand ebenfalls am Donnerstag einen Vorschlag unterbreiten, mit wem die CDU koalieren soll.
Bürgermeister Beust sagte: "Es waren sehr detaillierte Gespräche zu allen Themen der Hamburger Politik." Man habe gemeinsame Perspektiven gesehen, eine Reihe von Kompromissmöglichkeiten ausgelotet, aber auch Differenzen erkannt. Das müsse nun geprüft und bewertet werden. Die GAL-Spitzenkandidatin Christa Goetsch betonte, der Parteivorstand werde nun beraten, um an diesem Donnerstag der Parteibasis die Ergebnisse der Sondierung präsentieren zu können. Details nannte sie nicht.
Bereits am Dienstag hatten CDU und SPD ein Sondierungsgespräch geführt und schon nach 90 Minuten vor allem in der Wirtschaftspolitik Gemeinsamkeiten ausgemacht. Bürgermeister Beust hat jedoch bereits mehrfach betont, dass eine große Koalition aus CDU und SPD für ihn nur eine "ultima ratio" sei. Bei der Bürgerschaftswahl am 24. Februar hatte die CDU ihre absolute Mehrheit verloren. Sie benötigt daher einen Partner.

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