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Autobahn 7 bei Jagel : Brückensanierung nach 13 Monaten vor dem Ende

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Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Wer der Rader Hochbrücke ausweichen muss, landet hier im Stau: An der Baustelle der A7-Brücke bei Jagel. Nach mehr als einem Jahr könnten die Arbeiten an der maroden Querung fertig werden.

Jagel | Durch die Laster, die wegen der Rader Hochbrücke auf die B77 ausweichen und den Kanaltunnel benutzen, ist die A7-Abfahrt Schleswig/Jagel besonders belastet – doch noch in dieser Woche soll der Verkehr dort endlich wieder einen Tick besser fließen: Eine im August 2012 eingerichtete Baustelle an einer Brücken-Querung der A7 soll mit etwas Glück schon heute Abend, spätestens aber ab Freitagabend wieder in beide Richtungen befahrbar sein. Das kündigt der Leiter des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr (LBVSH) in Flensburg, Karl-Heinz Roos, an.

Nach seiner Einschätzung hat eine vergleichbare Brückensanierung im Norden des Landes noch nie so lange gedauert. In die Brücke waren Kohlefaserlamellen eingezogen worden, um sie für den Schwerlastverkehr zu stärken. Außerdem wurden die Brückenköpfe und das Geländer erneuert. Weil die Lamellen nur bei über acht Grad eingebracht werden konnten, hatten die Arbeiten durch den langen Winter über Monate still gestanden. Doch auch davor und danach sorgten immer wieder Phasen mit niedriger oder gar keiner Bauarbeiter-Präsenz für Unmut. Nicht nur bei den Autofahrern, auch beim LBVSH. „Durch zu wenig Personal und schlechte Planung seitens der Baufirma hat das viel zulange gedauert“, kritisiert Roos. Er unterstreicht jedoch: „Wir als Behörde können in solchen Situationen nur machtlos zugucken.“ Eine Kündigung helfe bei begonnenen Baustellen nicht – „dann müssen wir neu ausschreiben und verlieren noch mehr Zeit.“ Vertragsstrafen kämen auch kaum in Betracht. „Die Rechtsprechung ist da immer weicher geworden. Sie erkennt Vertragsstrafen nur an, wenn wir einen monetären Schaden nachweisen können. Der Ärger der Autofahrer und unser Imageschaden gehören leider nicht dazu.“ Und der vereinbarte Fix-Preis von 410.000 Euro bleibe gleich.

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erstellt am 02.Okt.2013 | 00:34 Uhr

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