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Breitner besucht Schleswig-Holsteiner im Türkei-Einsatz

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Sükrü Kocatepe hat sich Zeit genommen für seinen Gast aus Deutschland. Der Gouverneur der Provinz Kahramanmaras in Südostanatolien und Schleswig-Holsteins Innenminister Andreas Breitner tauschen sich im Büro des Gouverneurs über die deutsch-türkischen Beziehungen aus. Die Politiker zeigen sich einig: Beide Länder verbinde eine tiefe und gute Beziehung.

Gemeinsam mit Oberst Hannes Wendroth, dem Kommandeur des Landeskommandos, ist Breitner allerdings vor allem wegen schleswig-holsteinischer Mitbürger in die türkische Provinzhauptstadt gekommen. Seit einem Jahr sind hier deutsche Soldaten stationiert, um das Gebiet vor möglichen Raketenangriffen aus Syrien zu schützen. Viele der Soldaten, die die Patriot-Batterien bedienen oder dieses Kontingent unterstützen, stammen von der Flugabwehrabwehrraketengruppe 26 aus Husum, aber auch aus Eckernförde und Plön. Der Innenminister ist beeindruckt: „Die deutschen Soldaten fühlen sich hier nicht als Gäste, sondern als Freunde.“

Der SPD-Politiker hat zuvor ausführlich den Stützpunkt am Rande der Stadt besichtigt, in dem die knapp 300 Frauen und Männer starke Truppe untergebracht ist. Die zeigte sich beim gemeinsamen Essen zufrieden: Die Anbindung an die Familien zu Hause über Internet und Telefon funktioniere gut. Die Aufnahme durch die Menschen in der 410 000-Einwohner-Stadt sei hervorragend. Viele Vorurteile seien hier in der Türkei widerlegt worden. Einzig etwas mehr öffentliches Interesse für ihren Einsatz wünschen sich die Soldaten. Breitner zeigt sich von dem Gesehenen beeindruckt: „Ich habe hohen Respekt für das, was Sie hier tun“, sagt er. Im Gepäck auf dem Nachhauseweg hat der Innenminister nach drei Tagen viele Eindrücke – und eine schöne Holzkiste, die ihm Gouverneur Kocatepe überreicht hat und in deren Deckel Breitners Name eingeritzt ist.

Die Soldaten werden dem Minister in Kürze nach Schleswig-Holstein folgen: Am Ende ihres viermonatigen Einsatzes werden sie von einem Verband aus Mecklenburg-Vorpommern abgelöst. Wenn der Bundestag den Türkei-Einsatz erwartungsgemäß verlängert, machen sich schon im Herbst viele der Husumer Bundeswehr-Angehörigen erneut auf nach Kahramanmaras.

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