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Box-Promoter Kluch verhaftet

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erstellt am 11.Mai.2013 | 01:14 Uhr

Hamburg | Der Hamburger Boxpromoter Waldemar Kluch ist verhaftet worden. "Wir ermitteln wegen räuberischer Erpressung sowie versuchter Nötigung in drei Fällen. Es besteht dringender Tatverdacht", sagte Oberstaatsanwältin Nana Frombach. Kluch wird vorgeworfen, den früheren Besitzer des Universum-Boxstalls, Klaus-Peter Kohl, erpresst und genötigt zu haben. Der 56-jährige Kluch hatte das Unternehmen im Sommer 2011 vom Firmengründer Kohl gekauft, ist ihm die Kaufsumme von 1,5 Millionen Euro aber bis vor wenigen Tagen schuldig geblieben. Universum ist mittlerweile insolvent und hat Verbindlichkeiten von 4,1 Millionen Euro. Weil Kohl die Zwangsversteigerung des Boxer-Trainingsgeländes beantragt hatte, lenkte Kluch ein und zahlte.

Seit Januar 2013 ermitteln Beamte des Landeskriminalamts wegen Erpressung und Nötigung gegen Kluch. Dieser soll laut Staatsanwaltschaft "massive telefonische Gewaltandrohungen und Drohungen per SMS" gegen Kohl inszeniert haben. Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, muss Kluch mit einer Freiheitsstrafe rechnen. Der Haftbefehl gegen Waldemar Kluch, Chef des insolventen Hamburger Boxstalls Universum, ist vollstreckt worden.

Sollte sich der Verdacht gegen den 56 Jahre alten Deutsch-Kasachen erhärten, droht ihm eine Haftstrafe. Kluch soll Drahtzieher eines Überfalls auf einen konkurrierenden Boxmanager gewesen sein, bei dem dieser schwere Kopfverletzungen erlitt.

Bei der Vollstreckung des Haftbefehls stellten Beamte des Dezernats für Organisierte Kriminalität das entsprechende Handy mit einer russischen SIM-Karte im Schlafzimmer von Kluchs Haus sicher. Weiteres Beweismaterial wird zurzeit ausgewertet.

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