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10. Oktober : Blitz-Marathon: Polizei will Raser ausbremsen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die Idee kommt aus Nordrhein-Westfalen, nächste Woche ist auch Schleswig-Hosltein dran: Die Polizei blitzt an 121 Messstellen im ganzen Land - die zuvor im Internet veröffentlicht werden.

shz.de von
erstellt am 04.Okt.2013 | 08:41 Uhr

Nein, um Geld soll es nicht gehen. Das sagt zumindest Innenminister Andreas Breitner (SPD) zu dem Blitzmarathon, der am Donnerstag, 10. Oktober, von 6 Uhr morgens an im ganzen Land stattfindet. An 121 Stellen in Schleswig-Holstein werden 333 Polizisten die Autofahrer kontrollieren. „Wir zocken niemanden ab, es geht uns um die Sicherheit der Menschen im Straßenverkehr“, sagt Breitner. Auch deshalb würden alle Messpunkte vorher veröffentlicht. „Wir haben festgestellt, dass die Autofahrer während der Kontrollen langsamer fahren“, so der Minister.

In ganz Deutschland wird an diesem besonderen Tag geblitzt, über 14.000 Polizisten werden im Einsatz sein. In mehreren Bundesländern hat die Polizei in der Vergangenheit an einem Tag schon massenhaft Blitzer eingesetzt – „mit Erfolg“, wie der Einsatzleiter für Schleswig-Holstein, Axel Behrends, sagt. In Nordrhein-Westfalen, von wo die Idee stammt, waren 2012 an einem Tag 3000 Beamte im Einsatz, die rund 54 000 Raser registrierten. Dass nun im ganzen Land geblitzt wird, ist aber neu.

37 Prozent der Unfälle im Land seien durch überhöhte Geschwindigkeit entstanden, sagt Breitner. „Das ist Unfallursache Nummer eins bei tödlichen Unfällen und Unfällen mit Verletzten“, so der Minister. „Geschwindigkeit entscheidet über Leben und Tod.“

Geblitzt wird überall, auf Autobahnen genauso wie in den Städten. Vor allem Unfallschwerpunkte werden laut Behrends kontrolliert, aber auch „sensible Bereiche“ wie Straßen vor Schulen, Kindergärten oder Altenheimen. Dazu kommen Zonen, in denen Polizisten häufiger Hinweise von Anwohnern über Raser bekommen haben. „Wer an diesem Tag unterwegs ist, muss damit rechnen, kontrolliert zu werden“, sagt Breitner.

Nicht alle Messstellen werden die gesamten 24 Stunden mit einem Radargerät, Laser oder einer Lichtschranke versehen sein, denn davon hat die Polizei nur 67 zur Verfügung. „Wir werden aber alles auf die Straße bringen, was wir haben“, sagt Behrends. „An vielen Orten werden wir Fahrer, die zu schnell unterwegs sind, anhalten, um mit ihnen ins Gespräch zu kommen.“

Dass durch den Masseneinsatz von Beamten in den Kontrollstellen andere Bereiche der Polizeiarbeit leiden, schloss Breitner aus. „Wir erwarten nicht, dass für Straftäter an diesem Tag alles möglich ist.“

>Alle Messpunkte des Blitzmarathons gibt es im Internet unter: www.polizei.schleswig-holstein.de Stichwort Blitzmarathon

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