Krisengebiete : Bischof Ulrich fordert Stopp der Waffenexporte

Einen Stopp der Waffenexporte und mehr Hilfe für Menschen in Afrika fordert Bischof Ulrich in seiner Weihnachtspredigt: „Diese Welt kann ganz anders sein, wir können ganz anders!“

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25. Dezember 2013, 11:51 Uhr

Lübeck | Der Landesbischof der Nordkirche, Gerhard Ulrich, hat in seiner Weihnachtspredigt im Lübecker Dom einen Stopp der Waffenexporte aus Deutschland gefordert. Ist der Verkauf einer Waffe an vermeintlich sichere Bündnispartner oder sogenannte strategische Partner einmal vollzogen, ende die Kontrolle darüber, sagte Ulrich. Von diesem Moment an sei unklar, ob die Waffe tatsächlich dem Frieden dient oder nicht. „Ein Dilemma, das beendet werden muss durch einen Stopp der Waffenexporte“, forderte Ulrich.

Der Landesbischof forderte zudem die Beseitigung der Ursachen von Flucht und Hunger in Afrika. „Wie viele Menschen müssen noch sterben, bevor wir aufwachen?“, fragte er und erinnerte an die Flüchtlingskatastrophen dieses Jahres im Mittelmeer.

Die weihnachtlichen Inszenierungen der Menschen hierzulande sollen nach Ulrichs Worten zeigen: „Diese Welt kann ganz anders sein, wir können ganz anders!“ Die Hoffnung der Christnacht sei, dass die große Freude die Menschen auf die Beine bringt, um zu teilen, zu trösten und zu ermutigen. „Entscheidend ist, dass wir, die wir in Frieden leben, den Frieden exportieren, teilen die Fülle, die uns geschenkt ist“, sagte Ulrich.

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