Bischof gegen Geschenkezwang

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25. Dezember 2012, 01:14 Uhr

Schleswig | Der Vorsitzende der Kirchenleitung der Nordkirche, Bischof Gerhard Ulrich, hat die Kommerzialisierung des Weihnachtsfestes kritisiert. "Weniger gut finde ich, dass man als potenzieller Konsument zum Beispiel ständig berieselt und Weihnachten kommerziell missbraucht wird. Wenn ich im Elektromarkt Stille Nacht höre, gehe ich raus - da kaufe ich dann nicht mehr", sagte der Schleswiger Bischof der "FAZ". Ulrich begrüßte, dass sich die Menschen zu Weihnachten Mühe gäben, andere zu beschenken. Er wandte sich aber gegen einen Zwang zum Schenken. "Das ist doch immer wieder das pure Gesetz, das damit hervortritt: Du musst jetzt ein guter Mensch sein! Und das erweist du, indem du deinen Sack ordentlich vollpackst, damit die Familie später so richtig wunschlos glücklich ist."

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