zur Navigation springen

Landesbischof Gerhard Ulrich : Bischof fordert: Schaut den Kirchen auf die Finger

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Landesbischof Gerhard Ulrich hat bei einem Redaktionsbesuch beim sh:z die gemeinsame Verantwortung von Kirche und Medien betont.

shz.de von
erstellt am 11.Feb.2014 | 00:33 Uhr

Flensburg | „Das lokale und regionale Geschehen gewinnt für die Menschen im Zeitalter der Globalisierung an Bedeutung“, sagte der Vorsitzende der Kirchenleitung in der Nordkirche, Landesbischof Gerhard Ulrich. Weder die Lokalzeitung noch die Kirche dürfe sich „aus der Fläche zurückziehen“, sondern müsse den Menschen nahe bleiben.

In der Diskussion mit den Redakteuren warnte Ulrich vor dem allgemeinen Trend der „Boulevardisierung“. Das Land dürfe nicht schlecht geredet werden. So sollte nicht nur kritisiert, sondern auch dort, wo es angebracht sei, gelobt werden. Als Beispiel nannte der Landesbischof die Berichterstattung über die Verkehrsprobleme in Verbindung mit der maroden Rader Hochbrücke. „Trotz des verständlichen Stau-Ärgers auf der A7 gab es auch Positives zu berichten – wie über das Krisenmanagement und die schnellen Reparaturarbeiten.“

Bei allem Augenmaß bei der Berichterstattung empfahl Ulrich den Journalisten aber auch, an der Aufdeckung von Missständen „dranzubleiben“ . So sei es gut, wenn Medien weiter auf vollständige Aufklärung der Kostenexplosion am Limburger Bischofssitz pochten. „Die Diskussionen um die Baustelle des Limburger Bischofs Tebartz-van Elst haben den Kirchen insgesamt geschadet und eine Vertrauenskrise ausgelöst. Es ist richtig, dass man den Kirchen auf die Finger schaut und fragt, wie sie mit den ihnen anvertrauten Geldern umgehe“, sagte er. Mit Blick auf den Limburger Bischof ergänzte Ulrich: „Ich gehe davon aus, dass Tebartz-van Elst Verantwortung übernehmen wird dafür, was er zu verantworten hat.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen