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„Bandidos“ gegen „Hells Angels“ : Befangenheits-Antrag im Prozess um Beilangriff auf Rocker

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Mehr als vier Jahre nach einem blutigen Rocker-Streit sitzt der Neumünsteraner Ex-„Bandido“ Alexander H. in Flensburg auf der Anklagebank. Welche Rolle spielte er in der Beil-Attacke auf einen „Hells Angel“?

shz.de von
erstellt am 02.Apr.2014 | 20:16 Uhr

Flensburg | Fortsetzung im Prozess um die Beil-Attacke gegen einen Rocker der „Hells Angels“ in Flensburg: Nachdem der Berliner Ex-„Bandido“ Ümet G. (35) im März zu drei Jahren und sieben Monaten Haft verurteilt wurde, geht es nun vor dem Flensburger Landgericht um die Rolle von Alexander H. (33), damals Mitglied der inzwischen verbotenen Neumünsteraner „Bandidos“. Er soll an dem Angriff  im Februar 2010  beteiligt gewesen sein und muss sich ebenfalls wegen schwerer Körperverletzung verantworten. Ümet G. hatte das Opfer mit dem Beil am Arm verletzt.

Am Mittwoch zum zweiten Mal im Zeugenstand: Der Kronzeuge, der 2011 von G. aus dem Berliner „Bandidos“-Club geworfen worden war. Erst durch seine Aussage war der Prozess möglich geworden. Der Zeuge sagte, nach der Tat habe Ümet G. von Alexander H. „geschwärmt“  und erzählt, dass H. alle  Reifen des Autos zerstochen hat, in dem das Opfer saß. Zeugen hatten vor Gericht von vier Reifenstechern berichtet. Auch will der Kronzeuge vor der Tat gehört haben, wie G. nach Neumünster eingeladen worden war. Bei der Frage, ob G. ein Grund für die Fahrt genannt wurde und ob die Weiterreise nach Flensburg angekündigt war, verwickelte er sich nach Ansicht des Verteidigers von H. in Widersprüche. Weil die Richterin dies nicht so sah und, so der Verteidiger, bei ihrer Urteilsfindung gar über den Widerspruch hinweg sehen könnte, stellte er einen Befangenheitsantrag. Über diesen wird bis zur Fortsetzung am 8. April (10 Uhr) entschieden.

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