Nord-Ostsee-Kanal : Bagger saugt Artilleriegranate an – Schleusen gesperrt

Ein Saugbagger holt bei Brunsbüttel eine Granate aus dem Nord-Ostsee-Kanal – ein Blindgänger mit TNT darin.

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08. Juli 2014, 14:24 Uhr

Brunsbüttel | Bei Baggerarbeiten im Nord-Ostsee-Kanal in Brunsbüttel hat eine Saugbagger eine Granate eingesaugt. Die  Besatzung der „Albatross“ holte am Montagabend gegen 20.55 Uhr zum Ende der Baggerarbeiten den Saugrüssel aus dem Wasser: Im Saugkorb steckte eine 10,5 Zentimeter dicke Granate mit einer Länge von etwa einem Meter.

Der Saugbagger war in Brunsbüttel zwischen der Kleinen Schleuse und den Bahnhofsdalben auf der Südseite des Nord-Ostsee-Kanals im Einsatz, als der etwa 15 Kilogramm schwere Sprengkörper entdeckt wurde. Unmittelbar nach dem Fund verständigte der Kapitän die Verkehrslenkung und die Wasserschutzpolizei. Es wurden daraufhin die Kleinen Schleusen gesperrt und zwei Schiffe vom Südkai an einen anderen Liegeplatz verlegt. Der Saugbagger machte anschließend an seinem Liegeplatz in Höhe der Alten Schleuse fest und die Besatzung ging zunächst von Bord.

Gegen 23 Uhr wurde der Blindgänger von einem Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes in Augenschein genommen. Es konnte vorsichtige Entwarnung gegeben werden, weil die Granate keinen Zünder enthielt. Trotzdem wurden die Kleinen Schleusen weiterhin nicht für den Verkehr freigegeben. Schließlich befand sich noch 400 Gramm Sprengstoff (TNT) in der Munition. Die Besatzung des Baggers konnte die Nacht aber an Bord des Schiffes verbringen, weil der Sprengkörper in seiner Position keine unmittelbare Gefahr darstellte.

Am Dienstagvormittag rückten zwei Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes an und begannen mit der Bergung der Munition. Nach kurzer Einsatzzeit konnte gegen 11.30 Uhr Entwarnung gegeben werden. Der Sprengkörper war geborgen und sicher verpackt. Während der Bergungsarbeiten wurden der Südkai und die Wasserfläche vor den Kleinen Schleusen von der Wasserschutzpolizei gesperrt. Weitere Evakuierungen waren nicht erforderlich.

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