Wattvogel : Austernfischer ist „Seevogel des Jahres 2014“

Statt 20.000 Paaren im Jahr 1997 heute nur 10.000:  Der Austernfischer befindet sich im schleswig-holsteinischen Wattenmeer  auf dem Rückzug.
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Statt 20.000 Paaren im Jahr 1997 heute nur 10.000: Der Austernfischer befindet sich im schleswig-holsteinischen Wattenmeer auf dem Rückzug.

Der Naturschutzverein Jordsand hat den Austernfischer zum Seevogel des Jahres 2014 gewählt, um auf die Bedrohung der Küstenvögel aufmerksam zu machen.

shz.de von
12. Dezember 2013, 13:22 Uhr

Ahrensburg | „Allein im schleswig-holsteinischen Wattenmeer sank die Zahl der Austernfischer-Brutpaare in den letzten 15 bis 20 Jahren um 50 Prozent auf nur noch etwa 10.000 Paare“, sagt Jordsand-Vorstandsmitglied Veit Hennig in Ahrensburg. Der Verein kümmert sich um 23 Schutzgebiete in Norddeutschland.

Insgesamt brüten nach Angaben der Naturschützer im Wattgebiet von Borkum bis Sylt sowie im küstennahen Binnenland noch mehr als 25.000 Paare. Auch europaweit hätten die Bestände von rund einer Million auf etwa 800.000 abgenommen. In Mecklenburg-Vorpommern wurden in den 90er Jahren bis zu 180 Paare gezählt, 2012 waren es nach Angaben des Vereins Jordsand nur noch 127. Dafür gibt es nach Angaben des Vereins zahlreiche Gründe. Wissenschaftliche Untersuchungen deuteten beispielsweise darauf hin, dass die schwarz-weiß-roten Tiere nicht mehr genug Herz- und Miesmuscheln als Nahrung finden könnten.

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