Radioaktiver Transport : Atommüll rollt von Krümmel nach Brunsbüttel

Kernkraftwerk Krümmel.
Kernkraftwerk Krümmel.

15 Containerladungen radioaktiver Abfall aus dem Atomkraftwerk Krümmel sollen nach Brunsbüttel gebracht werden. In Krümmel ist kein Platz mehr.

shz.de von
04. Dezember 2013, 17:31 Uhr

Brunsbüttel | In den kommenden Wochen rollen Transporte mit radioaktiven Abfällen durch Schleswig-Holstein. Insgesamt werden 15 Containerladungen an Filterharzen vom Kernkraftwerk Krümmel nach Brunsbüttel gebracht, wie Kraftwerks-Betreiber Vattenfall am Mittwoch mitteilte. Wann genau die Züge fahren, wird nicht bekannt gegeben.

Der Atommüll soll bis zur späteren Einlagerung in den Schacht Konrad in einer Transportbereitstellungshalle des AKW Brunsbüttel bleiben. Es handelt sich nicht um hochradioaktiven Müll, daher werden die Filterharze nicht in Castoren gefahren sondern in gusseisernen Behältern transportiert.

Laut Kieler Umweltministerium dienten die Filterkonzentrate im AKW Krümmel dazu, radioaktive Emissionen gering zu halten. Grund für den Transport sind fehlende Lagerkapazitäten in Krümmel. Außerdem wird das Endlager Schacht Konrad für radioaktive Abfälle mit vernachlässigbarer Wärmeentwicklung im niedersächsischen Salzgitter voraussichtlich erst Anfang des kommenden Jahrzehnts eröffnet.

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